Die Sagasser-Unternehmensgruppe hat in den vergangenen Monaten kräftig in die Zukunft des Unternehmens investiert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden mit dem Bau einer 2500 Quadratmeter großen Halle die Kapazitäten zur Sortierung von Flaschen und Kästen in Coburg-Cortendorf erheblich erweitert. „Wir fördern dadurch weiter intensiv das Mehrwegsystem und leisten einen für die Branche wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz“, betont Knut Albert, der zusammen mit Cornelius Sagasser die Geschäfte des Getränkefachhändlers führt.

Die mit Millionen-Euro-Aufwand entstandene Halle ist nach eigenen Angaben mit einer der europaweit größten schwerkraftgetriebenen Kastensortier-Anlagen ausgestattet, welche mit Hilfe von rund 80.000 Rollen die Sortierzeiten erheblich verkürzt. Pro Tag sollen nicht weniger als 20.000 Getränkekästen transportiert und in die richtigen Wege geleitet werden. Zusammen mit dem ebenfalls zur Sagasser-Unternehmensgruppe gehörenden „Coburger Sortierzentrum„ werden so pro Jahr mehr als 60 Millionen Flaschen und etwa sechs Millionen Kästen umweltfreundlich sortiert.

Lieferengpässe bestehen

Das komme angesichts der stark wachsenden Zahl unterschiedlichster Flaschen und Kästen der Getränkeindustrie zugute und verhindere Produktionsschwierigkeiten bei den Lieferanten, die immer schneller auf das knappe Leergut zurückgreifen wollten, heißt es weiter. Allerdings habe diese Initiative dennoch die aktuellen Lieferschwierigkeiten der Industrie, die derzeit unter anderem auch durch einen Engpass an Kohlensäure verursacht seien, nicht verhindern können.

Erfolgreiches erstes Halbjahr

Das erste Halbjahr lief für das Familienunternehmen , das in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert, sehr erfreulich. Die Umsatzerlöse stiegen zwischen Januar und Juni um 12,9 Prozent, wozu insbesondere das Geschäft im Großhandel für Gastronomie und Hotellerie beitrug. Der Einzelhandelsumsatz in den 100 Getränkefachmärkten in Franken, Thüringen und dem Vogtland verbesserte sich trotz des sehr hohen Vorjahresniveau noch einmal leicht. „Darauf können wir wirklich stolz sein“, erläutert Cornelius Sagasser.

Im Gesamtjahr 2021 kam die Sagasser-Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben auf einen Umsatz von rund 160 Millionen Euro.

Anfang September traten zehn neue Auszubildende ins Unternehmen ein. Elf Auszubildenden befinden sich bereits im zweiten oder dritten Lehrjahr befinden. Ausgebildet werden unter anderem Fachinformatiker Systemintegration, Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer/-innen und Berufskraftfahrer/-innen. red