Die Stadt Rödental hat ihre Sportförderrichtlinien geändert. Der Stadtrat stimmte am Montag einhellig dafür, das alte Regelwerk aus dem Jahr 2007 den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. „Mit den neuen Richtlinien wollen wir den Erhalt der vorhandenen Sportstätten vorantreiben“, erklärte Bürgermeister Marco Steiner.

Dabei orientiert sich die Stadt an den Vorgaben des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) und des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) und übernimmt deren Förderhöchstgrenzen. In der Regel würden die Investitionen der Sportvereine von den beiden Sportverbänden unterstützt. „Das erleichtert die Prüfung des Verwendungsnachweises und vermindert den Verwaltungsaufwand“, hieß es Montag.

Bei Neubauten und Erweiterungen von Sportanlagen sinkt der Anteil der Stadt Rödental von bislang 15 auf nun zehn Prozent, anstatt 27.000 Euro gibt es maximal 25.000 Euro aus der Stadtkasse. Hingegen steht man den Vereinen bei der Sanierung von Sportplätzen und Umkleiden, Ballfangzäunen, Flutlichtanlagen auf bestehenden und neuen Masten, Solar- und Photovoltaik-Anlagen und anderem mehr mit nun zehn Prozent statt der bisher gewährten fünf Prozent finanziell bei. Nebenkosten und Eigenleistungen werden nicht in der Förderung berücksichtigt. Die Nutzungsdauer muss 25 Jahre betragen und bei 25.000 Euro in diesem Zeitraum ist Schluss. Weiter schreiben die neuen Förderrichtlinien vor, dass der Verein mindesten zehn Prozent der Kosten selbst aufbringen. Gedeckelt wird die Förderung der Stadt bei 90 Prozent. Die neuen Richtlinien bringen die Nachhaltigkeit voran, sagte Bürgermeister Steiner. Durch die Umrüstung der Flutlichtanlagen von Halogen- auf LED-Scheinwerfer würde beträchtlich Strom gespart.

Straßenbeitragssatzung ist weg

Vor 18 Jahren führte auch Rödental die Straßenausbau-Beitragssatzung ein. Damit konnten Anlieger an den Bau- und Sanierungskosten von Straßen, Wegen und Plätzen beteiligt werden. Jetzt hat der Stadtrat diese ungeliebte Satzung ersatzlos gestrichen – mit einer eigenen Aufhebungssatzung. So will es das Gesetz. 2018 hatte der Landtag per Gesetz Beiträge für den Straßenausbau abgeschafft, aber die Rechtsaufsicht habe die Meinung vertreten, zunächst gar nichts zu tun, erklärte Bürgermeister Marco Steiner. Jetzt habe man dort keine Bedenken mehr.

Eine weitere Formalie passierte den Rödentaler Stadtrat ebenfalls einstimmig. Baumgräber und anonyme Urnengräber sind nun der Mehrwertsteuerpflicht unterworfen. Wird eine Urne unter einem Baum beigesetzt oder in einem anonymen Grab, werden 800 beziehungsweise 450 Euro berechnet, zuzüglich 19 Prozent.

Rödental will Stabilisierungshilfe

Rödental beantragt auch für das laufende Jahr eine finanzielle Stabilisierungshilfe vom Freistaat Bayern. „Wir erfüllen weiterhin die Voraussetzungen dafür“, sagte Marco Steiner. Für die Schuldentilgung beläuft sich der beantragte Zuschuss auf 629.000 Euro , für Investitionen möchte die Stadt 2,34 Millionen Euro aus dem weißblauen Staatssäckel. Mit dem Geld, so es denn kommt, sollen Straßen und Brücken repariert, Fahrzeuge für die Feuerwehr gekauft und das Rathaus über eine Sanierung auf Vordermann gebracht werden. „Wir haben Dinge ausgewählt, die sonst nur schwer von der Stadt zu finanzieren gewesen wären“, sagte Steiner.