Der besondere Einsatz für den Boden- und Gewässerschutz hat sich für eine Projektgruppe aus der Gemeinde Lautertal so richtig gelohnt: Sie gewannen als einer von insgesamt fünf Preisträgern den mit je 2000 Euro dotierten boden:ständig-Preis 2022. Das teilt das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken mit.

boden:ständig ist eine Initiative der Verwaltung für Ländliche Entwicklung mit dem Ziel, gemeinsam vor Ort individuelle Lösungen für Probleme wie lokale Überschwemmungen oder Wassermangel durch extreme Trockenperioden zu finden. Mit dem Preis, der in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen wurde, würdigt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten besonders innovative Leistungen und Maßnahmen für eine schonende und nachhaltige

Bodenbewirtschaftung.

Weil an vielen Stellen in der Gemeinde Lautertal Regen- und Schmelzwasser nur noch ungenügend von den Böden aufgenommen werden konnte, entstanden Überschwemmungen. Dabei führte das Wasser auch jede Menge Sand und Schlamm mit sich. In kürzester Zeit setzten die Lautertaler daher gemeinsam zahlreiche kleine Gegenmaßnahmen bei der Bewirtschaftung und in der Flurgestaltung um: Sie begrünten beispielsweise Ackerstreifen oder schufen kleine Geländemulden, in denen Wasser langsam versickern kann.

„Unser Motto lautet: Das Machbare tun, ohne etwas übers Knie zu brechen“, sagt der Lautertaler Bauamtsleiter Peter Welz , bei dem die Fäden der Projektgruppe zusammenlaufen.

Ministerialdirigent Leonhard Rill betonte in der Laudatio zur Preisverleihung in München: „Der boden:ständig-Beirat sieht in Lautertal als wesentlichen Grund für den Erfolg das menschliche und fachlich fundierte Miteinander von Landwirten, Gemeinde, Landwirtschaftsamt und Amt für Ländliche Entwicklung“. red