Mit rund 8,2 Millionen Euro im Verwaltungs- und 1,4 Millionen Euro im Vermögenshaushalt sind die Investitionen der Gemeinde Ahorn 2022 weniger spektakulär als in den vergangenen Jahren. Die Prämissen heißen Nachhaltigkeit bei den Projekten und Maß halten, um die Fallhöhe in schwierigen Zeiten zu reduzieren. Am Dienstagabend stimmte der Gemeinderat dem Haushalt 2022 einhellig zu.

Auf jeden Fall, das betonte Bürgermeister Martin Finzel, werde die Gemeinde wie 2021 auch heuer ohne Neuverschuldung auskommen und die vorgesehenen Investitionen aus eigenen Mitteln stemmen können. Der Verwaltungshaushalt ist dabei niedriger angesetzt – und das trotz erstmaliger Kosten für die Bewirtschaftung des Lehrschwimmbads. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise sei das ein Kraftakt, der ihm schon Sorgen bereite, sagte Finzel.

Die Forderung der Gemeinde nach finanzieller Unterstützung durch den Freistaat Bayern soll in einer Petition Niederschlag finden, bei der Ahorn mit anderen Kommunen als Mitstreiter rechnet. Der besondere Fokus soll auf Nachhaltigkeit liegen, also auf Projekten des Klimaschutzes, der klimaneutralen Produktion von Energie, des Schutzes vor Starkregenereignissen sowie der Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Grundlage dafür, erklärt Finzel, sei die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes, in den auch ein Sturzflutenkonzept Eingang finden soll, das gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt zu erarbeiten ist.

In Sachen Barrierefreiheit steht der Umbau des Rathauses im Mittelpunkt. Die Kosten dafür belaufen sich auf 645.000 Euro . Bushaltestellen werden barrierefrei umgestaltet, in diesem Jahr in Triebsdorf, weiter folgend in Schorkendorf und Witzmannsberg.