Die Verbesserung der Wasserversorgung im Gemeindegebiet ist ein Anliegen der Freien Wähler Großheirath und von Bündnis 90/Die Grünen . Es geht um die unterschiedlichen Wasserhärten im eigenen Brunnenwasser und beim Fernwasser. Die Fraktionen beantragen daher zu untersuchen, ob und wie das gelöst werden könnte. In ihrem Antrag wird dargelegt, der deutlich höhere Kalkgehalt des Brunnenwassers bringe einen höheren Verschleiß von Armaturen und Elektrogeräten mit sich. Auch soll es gesundheitliche Beschwerden im Zusammenhang mit dem Wasser gegeben haben. Um dem gegenzusteuern, hätten viele Eigentümer in kostenintensive Entkalkungsanlagen investiert, was sich aber nicht alle leisten könnten.

Bürgermeister Udo Siegel erinnerte daran, das diese Diskussionen schon einmal unter seinem Vorgänger Gerold Hümmer geführt worden sei. Er sehe nichts, was sich zwischenzeitlich an der Sachlage geändert haben sollte. Schließlich verständigte man sich darauf, ein Angebot für ein Gutachten einzuholen. Ein entsprechender Beschluss wurde gefasst.

Der Bebauungsplan „ Großheirath Nordost“ mit Änderung des Flächennutzungsplans ist einen Schritt weiter gekommen. Christine Bardin vom beauftragten Ingenieurbüro erläuterte die eingegangen Punkte und die Art und Weise, wie diese in die Planung eingearbeitet wurden. Von insgesamt 22 angeschriebenen Stellen seien elf Rückmeldungen gekommen. Der Plan konnte schließlich als Satzung beschlossen werden.

Keine Kreditaufnahmen

Jede Menge Zahlen stellte Kämmerer Marco Rothämel zum Haushalt 2022 vor. Die Haushaltssatzung sieht im Verwaltungshaushalt 6.222.540 Euro (plus 9,34 Prozent zum Vorjahr) und im Vermögenshaushalt 5.405.140 Euro (plus 5,23 Prozent) vor. Kredite sind nicht vorgesehen, denn das Jahr startete mit einer guten Haushaltslage ohne Schulden und mit erheblichen Rücklagen. Die Haushaltssatzung 2022 wurde mit drei Gegenstimmen verabschiedet. lbö