Coburg — In einer Resolution hat das Europäische Parlament die syrische Regierung aufgefordert, den seit 2012 inhaftierten Journalisten Mazen Darwish unverzüglich und bedingungslos freizulassen. Diese Resolution unterstützen die Luther-Städte, so auch Coburg.
Gemeinsam mit Darwish, dem Präsidenten des Syrischen Zentrums für Medien- und Meinungsfreiheit, wurden auch Hani Al-Zaitani und Hussain Ghrer verhaftet. Seit 6. Mai ist Darwish an einen unbekannten Ort gebracht worden. Seine Ehefrau hat seitdem keinen Kontakt zu ihm herstellen können. Zuvor soll er schwerer Folter und Misshandlungen ausgesetzt gewesen sein.

Tessmer schließt sich an

Auf Vorschlag der Stadt Worms war Darwish am 25. April der Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" verliehen worden. "Wir beobachten diese Entwicklungen um Mazen Darwish in Worms sehr genau", sagte Oberbürgermeister Michael Kissel: "Die Pressefreiheit ist ein grundlegendes Element der Freiheit schlechthin." Eine Aussage, der sich Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer, der ebenfalls Mitglied in der Vergabe-Jury für den Preis "Das unerschrockene Wort ist, nur anschließen kann: "Es darf nicht sein, dass Journalisten, die ihrer Pflicht nachkommen und Informationen ungeschönt an die Öffentlichkeit bringen, dafür bestraft werden oder mit Repressalien rechnen müssen, das gilt für Syrien genauso wie für die restliche Welt." red