Bunte Blumen und selbst gefaltete Papierschiffchen - so drückten am vergangenen Samstag ungefähr 40 Menschen ihre Solidarität mit Menschen auf der Flucht aus. Die Grüne Jugend Coburg hatte unter dem Motto "Fluchtursachen bekämpfen - Solidarität mit Menschen auf der Flucht" zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz aufgerufen. An einer Weltkarte der Fluchtursachen, erstellt von Ska Keller, Mitglied des Europaparlaments (Bündnis 90/Die Grünen), konnten sich die Coburger über die wichtigsten Gründe informieren, aus denen sich Menschen auf die Flucht begeben müssen. Unterstrichen wurde die Botschaft von Plakaten, die die jungen Menschen hielten, auf denen die Schlagworte "Krieg", "Armut", "Menschenrechte" und "Klimawandel" zu lesen waren. Insgesamt kamen rund 40 Menschen zur Kundgebung. Sie legten Blumen nieder und falteten bunte Papierschiffchen. Auch Stadtrat Wolfram Haupt (Bündnis 90/Die Grünen) faltete ein Segelschiff.

Redebeiträge gab es nicht. Die Organisatorinnen Theresa Scholz und Leonie Schauer hatten sich bewusst dazu entschieden, Bilder sprechen zu lassen. Eine junge Frau namens Sama ergänzte ein Plakat um eine eigene Botschaft: "Ich bat um Sicherheit, nicht mehr."

"Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen - nicht die Menschen, die auf der Flucht sind", fordert Leonie Schauer, Sprecherin der Grünen Jugend Coburg. Diese fordert die Stadt Coburg dazu auf, ein "sicherer Hafen" für Menschen auf der Flucht zu werden. Coburg soll zusätzlich zur Quote Geflüchtete aufnehmen und sich auf allen Ebenen für bessere Aufnahmeprogramme einsetzen. red