von unserem Mitarbeiter Bruno Preissinger

Marktschorgast — Auf dem Thron sitzt jetzt eine Königin: Die neue Regentin der Schützengesellschaft von 1837 des ASV Marktschorgast ist Christiane Hartmann. Sie löst André Reichel ab, der im Vorjahr die Königswürde errungen hatte. Fragt sich nun, wer im Hause Hartmann das Regiment führt? Denn Christianes Ehemann Maximilian wurde nur Vizekönig.
Neuer Jungschützenkönig ist Christoph Gräbner, gefolgt von Alexander und Philip Rieß.
Während Marktschorgast sein 905. Kirchweihfest um 10.15 Uhr mit einem von Pfarrer Ignacy Kobus zelebrierten Gottesdienst begann, den der Gesangverein 1970 unter der Leitung von Hans Jürgen Schiphorst mit ausgestaltete, wurden am Kirchweihsonntag zum 177. Mal die neuen Majestäten proklamiert.

Böllerschützen ließen es krachen

Zum Auftakt des Schützenfestes ließen es um 13 Uhr die Böllerschützen auf dem Marktplatz richtig krachen. Vor dem Rathaus spielte die Original Fränkische Trachtenkapelle des Musikvereins Stadtsteinach einen "Gruß an Marktschorgast". Im Anschluss führte der farbenfrohe Festzug, der sich am Bahnhof formiert hatte, unter den Klängen der Bläser mit den Abordnungen der Vereine über die Bahnhofstraße und den Marktplatz ins Festzelt. Dem Schützenmeister und scheidenden Schützenkönig André Reichel, der wegen eines Unfalls das Bett im Krankenhaus hüten musste, mögen wohl die Ohren geklungen haben, als Schützenmeister Maximilian Hartmann neben Bürgerschützenkönigin Christine Tischhöfer die Majestäten vom Patenverein Bad Berneck willkommen hieß.
Eine weitere traurige Botschaft hatte der Schützenmeister im Gepäck: Ehrenschützenmeister Herbert Lauterbach sollte für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt werden, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.
Bürgermeister Hans Tischhöfer bescheinigte den Schützen, dem ASV-Vorstand und den Vereinen für die Ausgestaltung des Festes eine "weltmeisterliche Leistung". Er versäumte es nicht, Nina Laura Kreutzer aus Bad Berneck zum Titel Europameisterin zu gratulieren.
Und am Ende seines Grußwortes konnte das Gemeindeoberhaupt durch die obligatorischen Fragen: "Wer hot Kerwa? Wer hot Kiechla? Wer hot Dorscht?" gleich den Gemeinschaftsgeist testen. Die Besucher reagierten lautstark.