Das Landratsamt Haßberge in Haßfurt weist darauf hin, dass ab sofort gilt: Gebrauchte Chipstüten werden dem Wertstoffcontainer für die Mischkunststoffe zugeordnet.
Sie glänzen wie Aluminium, sie sind sogar mit einer hauchdünnen Aluminiumschicht überzogen, und dennoch dürfen sie auf dem Wertstoffhof nicht mehr über den Container für "Alu- und Aluverbund" entsorgt werden: die typischen Chipstüten. Mit der Neuerung, diese den Mischkunststoffen zuzuordnen, erfüllt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Haßberge eine Forderung seiner Vertragspartner, die für die Verwertung der Verpackungswertstoffe verantwortlich sind.
Der Grund für diese Vorgabe liegt in der Beschaffenheit der Verpackung: Das Aluminium, das sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite deutlich zu erkennen ist, ist auf sein Trägermaterial lediglich hauchdünn aufgedampft. Doch der weit überwiegende Anteil der Verpackung besteht aus Kunststoff, und dieser Tatsache müsse in Zukunft Rechnung getragen werden, erklärt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises.
"In dieser Angelegenheit", so Abfallberater Wolfgang Aull, "schlagen tatsächlich zwei Her-zen in einer Brust: Einerseits streben wir an, so viel Aluminium wie möglich dem Recycling zuzuführen, da dies, einmal hergestellt, beliebig oft wiederverwertet werden kann. Andererseits müssen wir auch akzeptieren, dass die Aluminiumverwerter nicht bereit sind, Ware entgegenzunehmen, die aus überwiegend fremdartigen Stoffen besteht". Der Abfallberater appelliert an die Bürger im Landkreis, möglichst viel Aluminium zu den Wertstoffhöfen zu bringen. Neben den klassischen Aluminiumverpackungen für Schokoladenprodukte gehören hierzu die Verpackungsschalen, wie sie für Hunde- und Katzenfutter eingesetzt werden, und Verpackungen von Fertiggerichten sowie die Kaffeeverpackungen.
Die Betreuer der Wertstoffhöfe stehen "vor Ort" bei der Umstellung beratend zur Seite. Auskünfte gibt die Abfallberatung, Telefon 09521/27712. red