Der digitale Umbruch in der Arbeitswelt könnte im Landkreis Forchheim Tausende Jobs kosten. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und verweist auf eine Regionalstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Danach sind im Kreis Forchheim 27 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in hohem Maße durch die Digitalisierung bedroht. Bei diesen Stellen könnten bereits heute mindestens 70 Prozent aller Tätigkeiten von computergesteuerten Maschinen erledigt werden. Grundsätzlich könne die Digitalisierung jedoch sowohl zur Aufwertung von Berufen führen als auch zu deren Abbau, so die Forscher.

Die NGG spricht von "alarmierenden Zahlen", warnt jedoch vor Schwarzmalerei: "Vom Homeoffice bis zur Videokonferenz: Corona hat dem digitalen Wandel der Arbeitswelt einen zusätzlichen Schub gegeben. Ob Computer tatsächlich so viele Jobs ersetzen, das liegt auch an den Unternehmen und den Beschäftigten", sagt Michael Grundl, Geschäftsführer der NGG Oberfranken. Die Gewerkschaft appelliert an die Unternehmen, die Corona-Zeit für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen. red