Schwungvoll und energisch celebrierten die Tastenzauberer das stürmische Allegro assai mit immer wieder verblüffender Virtuosität.
Von dem Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel, einem Vertreter des galanten Stils, interpretierte Aleksandra Grychtolik die Sonate Nr. 2 d-Moll, einem filigranen Flechtwerk gleich, kapriziös und feinfühlig. Dann durfte man staunend Alexander Grychtolik und seiner packenden Improvisation einer Partita in der Art Johann Sebastian Bachs lauschen. Am Ende stand ein selten zu hörendes Klangerlebnis der besonderen Art: Eine Concerto-Improvisation für zwei Cembali "Ein Treffen zwischen Johann und Carl Philipp".
Nun faszinierte vor allem die fulminante Technik und die unglaubliche Souveränität in Verbindung mit purer Spielfreude, in der sich die Künstler die Gegensätzlichkeit der musikalischen Gedanken zuwarfen und das Publikum sozusagen in einen Klangrausch versetzten. Mit der Wiederholung des versöhnlichen Andante aus dem c-Moll Concerto wünschte man dem lebhaft applaudierenden Publikum einen guten Heimweg.