Packende Improvisation

Der Aria aus den "Goldberg-Variationen" von Johann Sebastian Bach folgten vierzehn kurzweilige Canons über die ersten acht Fundamentalnoten (man entdeckte das Kleinod in Paris in den siebziger Jahren auf der Rückseite eben dieser Komposition) in gestochenen Figurationen, um dann wieder in der in ihrer Einfachheit entzückenden Aria ihren Abschluss zu finden.
Wahrscheinlich gefiel Bach sein Doppelkonzert für zwei Violinen und Streicher so gut, dass er es, vermutlich in seiner Köthener Zeit, noch einmal als Concerto für zwei Cembali in c-moll konzipierte. Immer wieder durfte man an diesem Abend feinste Tastenästhetik erleben, wobei die Interpreten die perlende Ornamentik bei aller Klangfülle immer transparent zu gestalten wussten. Kantabel und mit weichen Akzenten gestaltete man das stimmungsvolle Andante.