Für die Herbstsammlung der Caritas in Höchstadt stand für die über 30 Hauslistensammler coronabedingt die Frage im Raum: Ausfallen lassen oder angepasst handeln? Zweimal jährlich im Frühjahr und im Herbst schwirren die Frauen und Männer der St.-Georgs-Pfarrei mit Unterstützung der Oberin im Schwesternhaus, Annette Schwindel, und Stadtpfarrer Kilian Kemmer, die beide auch ein Sammelgebiet abdecken, aus, um für den guten Zweck zu sammeln.

Die Caritas vor Ort zeigt Präsenz durch ihren Pflegedienst, durch die verschiedenen Beratungsangebote und die unterschiedlichen sozialen Betätigungsfelder. Zudem plant die Caritas, eine Tagespflegestation zu errichten und einen Familienstützpunkt aufzubauen. Ebenso übernimmt die Caritas die Trägerschaft der in Planung befindlichen neuen Kindertagesstätte im Baugebiet zwischen Nackendorf und Etzelskirchen. Neben der Unterstützung dieser größeren Projekte geht es auch um die Hilfe in konkreten Notsituationen von Familien, Alleinstehenden, Jugendlichen oder verschuldeten Menschen.

Angesichts dieser Aufgaben stand für die Listensammler fest: Die Herbstsammlung darf nicht entfallen. Mit kreativen Ideen wie einem Anschreiben an die Bewohner ihres Sammelgebietes führten alle das Herbstprojekt durch. Einer der Sammler, Alexander Barth, unterstützt jedes Jahr die beiden Haussammlungen. Der studierte Jurist reist dafür eigens aus Freising an, um in seiner Heimatpfarrei "seinen" Straßenzug zu sammeln.

Ein Rekordergebnis

Gerade die älteren oder erkrankten Bewohner ihres Sammelgebietes versuchten die Ehrenamtlichen auf Abstand persönlich anzutreffen, um mit einem "Distanzbesuch" über den Gartenzaun oder vor dem Fenster einen Gruß der Pfarrei zu übermitteln.

Fantasie und Einsatzfreude lohnten sich. Mit 8300 Euro kann die Arbeit der Caritas unterstützt werden. Das Rekordergebnis zugunsten der Caritas gab das katholische Pfarramt zusammen mit dem Spendeneingang von über 2000 Euro anlässlich des Weltmissionssonntages für Hilfsprojekte in Afrika bekannt. LM