Kreis Haßberge — Caritas-Mitarbeiter unterstützen Menschen in der Region mit der Aktion Restcent. Sie wollen, wie die Caritas mitteilte, mit kleinen Beträgen große Hilfe leisten.
Aktion Restcent bedeutet, beim Monatslohn die Centbeträge hinter dem Komma zugunsten eines sozialen Projekts abzutreten. Lohnzahlungen variieren jeden Monat: Mal mehr, mal weniger Stunden, Zuschläge, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, Erstattungen, tarifliche Erhöhungen - ständig ändert sich etwas. Selbst bei Angestellten vergeht kaum ein Monat, in dem das Gehalt centgenau dem des Vormonats entspricht.
Viele der mehr als 350 Mitarbeiter des Caritasverbandes für den Landkreis Haßberge beteiligen sich an der Aktion Restcent, das heißt, sie lassen sich bei ihrer monatlichen Gehaltsabrechnung die Centbeträge nicht auszahlen; vielmehr werden diese auf einem separaten Konto gesammelt.
Der geringe Verzicht tut dem Einzelnen nicht weh, addiert sich aber über einen längeren Zeitraum und bei vielen teilnehmenden Mitarbeitern zu einer beachtlichen Summe. So konnten kürzlich wieder einmal 3000 Euro einem guten Zweck zugeführt werden.
Den Verwendungszweck bestimmen die Mitarbeiter über ihre Vertretungen selbst. Damit ein weites Feld abgedeckt ist, wofür das Geld im Sinne aller gespendet wird, hat sich die Gesamt-Mitarbeitervertretung der Caritas-Einrichtungen entschieden, mit dem Erlös zu gleichen Teilen Einzelfallhilfe für Menschen zu leisten, die sich in äußerst schwierigen Lebenslagen befinden: Schwerstbehinderung eines Kindes, Tod eines jungen Familienvaters sowie für Pflegekinder, die ohne Unterstützung einer Herkunftsfamilie über die Runden kommen müssen.
Die Caritas-Geschäftsführerin Anke Schäflein zeigt sich positiv berührt über die Bereitwilligkeit, mit der die Caritas-Kollegen mitmachen: "Ich freue mich sehr über die gezeigte Solidarität. Ein ganz herzliches Danke allen, die sich an der Aktion Restcent beteiligen. red