Die Caritasstiftung schüttete erneut Mittel aus. Knapp 1000 Euro fließen in die Flüchtlingsarbeit, wie der Kreisverband mitteilte.

Die Caritasstiftung für den Landkreis Haßberge gibt es seit dem Jahr 2006. Sie wurde mit dem Zweck der Förderung "caritativer und sozialer Hilfen" gegründet. Seitdem konnten rund 40 600 Euro ausgeschüttet werden. Mit Hilfe der Stiftungsgelder werden in unmittelbarer Umgebung Einrichtungen und Dienste des Caritasverbandes und seiner Mitglieder nachhaltig unterstützt.

In der jüngsten Vorstandssitzung wurden jetzt 980 Euro bereitgestellt, die in die Arbeit mit Geflüchteten fließen sollen. Die Geschäftsführerin Anke Schäflein erklärt: "Flucht und Vertreibung, weltweite Migrationsbewegungen, Wege der Integration sind wichtige Themen. Diskussion und Ringen um weltweite Gerechtigkeit sind und bleiben elementare Anliegen der katholischen Kirche und ihrer Caritas, wie auch der Politik."

Das Engagement des Caritasverbandes im Bereich Flucht und Migration wird nur zum Teil vom Freistaat Bayern bezuschusst. Kirche und Caritas betrachten die Arbeit für die Menschen am Rande als grundlegend. Daher sind von ihren Gliederungen hohe Eigenmittel eingebracht worden.

In Zahlen: Der Caritasverband für den Landkreis Haßberge setzte 2018 etwa 15 500 Euro an Eigenmitteln für die Arbeit mit den geflüchteten Menschen ein. Zu diesen Eigenmitteln, die der Caritasverband aus seinem eigenen Budget bereitstellt, sind zudem im Jahr 2018 aus Kirchensteuermitteln und Mitteln des Diözesan-Caritasverbandes insgesamt 132 500 Euro in die Arbeit mit Geflüchteten investiert worden. Kirche und Caritas haben somit allein 2018 im katholischen Dekanat Haßberge etwa 148 000 Euro für die Unterstützung der Geflüchteten mit Familien investiert.

Diese Mittel flossen überwiegend in die Finanzierung von hauptberuflichen Mitarbeitern, die einerseits die Geflüchteten und deren Familien selbst beraten, begleiten und unterstützen, andererseits in Personalkosten für einen Integrationslotsen, der Ehrenamtliche bei der Begleitung von Geflüchteten hilft.

Um der schwierigen Situation der Asylsuchenden Rechnung zu tragen, war die Aufstockung der Beratungsstelle von vormals einer Mitarbeiterin, die halbtags beschäftigt war, auf zeitweise sieben Mitarbeitende notwendig, die dann gemeinsam fünf Vollzeitstellen besetzten. red