Eine Busfahrt führte die Teilnehmer des Obst- und Gartenbauvereins Kronach über die Höhen des Frankenwaldes ins thüringische Lehesten. Erstes Ziel war der Altvaterturm auf dem Wetzstein. Ein imposantes Bauwerk, das dem Original, das im Sudetenland stand, nachgebaut wurde.
Es ist ein Mahnmal gegen Vertreibung und ein Zeichen der Versöhnung.

In den oberen Räumen gibt es ein Museum und eine Ehrenhalle. Überall sind Gedenkplatten an Orte der Heimat, Freunde und Förderer angebracht.. Auf den verschiedenen Etagen gibt es u.a. ein Mineralienzimmer, eine Heimatstube, ein Zimmer mit Dokumentation. Im Erdgeschoß befindet sich ein gemütliches Gastzimmer mit Bewirtschaftung. Im Keller gibt es eine Kapelle. Vor dem Turm eine Freilichtbühne.

Von der Aussichtsplattform hat man einen phantastischen Rundblick, der im Westen bis zum Staffelberg reicht. Im Süden die Erhebungen des Fichtelgebirges, im Osten bis in die Hofer Gegend. Nicht zu übersehen die große Anzahl der Windräder. Nach der Einkehr wurde die Fahrt fortgesetzt, es ging zum zweiten Ziel der Fahrt der Gedenkstätte Laura bei Schmiedebach, eine Gedenkstätte gegen das Vergessen.

Nicht wenige der Teilnehmer erfuhren zum ersten Mal von der Gedenkstätte, die ein Außenlager des KZ Buchenwald war. Es handelte sich um ein Arbeitslager, deren Häftlinge (aus 10 Nationen) unter unmenschlichen Bedingungen im nahe gelegenen Schieferbruch schuften mussten. Zeitweise war das Lager mit bis zu 2.600 Häftlingen belegt.

In der erhaltenen „Scheune“ erhält man einen Einblick in die Zustände, die im Lager herrschten. Außerdem wurden in dem Schieferbruch Triebwerktests der Raketenwaffe V2 ausgeführt, bevor diese an die Abschussstellen im Norden transportiert wurden. Die beim Test erzeugten Geräusche wurden noch in 10-20 km Entfernung gehört („Lehestener Rauschen“). Die Ausführungen des Leiters der Gedenkstätte (Marcel Thoma) machten betroffen. Bei der Einkehr auf dem Heimweg hatte noch manches Gespräch die Eindrücke zum Thema.