Mit einem großen Schrecken für die Fahrgäste endete am Montagabend kurz vor 22 Uhr die Fahrt eines Linienbusses von Würzburg in Richtung Höchberg. Der Fahrer des Busses war dem Sachstand nach aus gesundheitlichen Gründen am Steuer zusammengebrochen, heißt es im Pressebericht des Polizeipräsidiums Unterfranken. Nur dem beherzten Eingreifen eines Fahrgastes ist es zu verdanken, dass der Bus gestoppt werden konnte.

Auf der B 8 in Höchberg bemerkten die Fahrgäste, dass der 50-jährige Fahrer in den Gegenverkehr kam und mehrfach die Leitplanken touchierte. Auf Höhe einer Tankstelle überfuhr er schließlich ein Verkehrszeichen und setzte die unkontrollierte Fahrt weiter fort. Der Fahrer war vermutlich aus gesundheitlichen Gründen am Steuer zusammengebrochen und reagierte nicht mehr.

Fahrgäste in Panik

Über den Notruf der Polizei ging der Hilferuf eines Fahrgastes ein, der die panische Situation im Bus schilderte und davon sprach, dass die Mitfahrenden um ihr Leben fürchten würden.

Dem beherzten Eingreifen eines Mitfahrers ist es zu verdanken, dass der Bus gestoppt werden konnte und nichts Schlimmeres passierte. Der Passagier ging vor zum Busfahrer und betätigte die Feststellbremse, woraufhin der Bus schließlich anhielt. In ihrer Panik hatten zwei Fahrgäste bereits die Scheiben mit den Nothämmern eingeschlagen, da sie befürchteten, nicht mehr aus dem Bus zu kommen. Dabei zogen sich die Beiden leichtere Verletzungen zu, die anderen sieben Fahrgäste blieben unverletzt.

Die eintreffenden Streifen der Polizei kümmerten sich um die geschockten Fahrgäste und leisteten dem Busfahrer Erste-Hilfe. Nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst und Notarzt kam der Fahrer mit dem Verdacht auf einen Schlaganfall in ein Krankenhaus. pol