Prof. Alfred Hierold ist neuer Präses der Kolpingsfamilie Bamberg. Bei den Neuwahlen anlässlich der coronabedingt um ein halbes Jahr verschobenen Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus wurden der Vorsitzende Wolfgang Burgis und seine Stellvertreterin Monika Flanse in ihren Ämtern bestätigt.

In seiner Begrüßung betonte der Vorsitzende, dass man durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken könne. "Das Jahr 2019 bot wieder vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung und darüber hinaus zahlreiche Chancen, sich ehrenamtlich zu engagieren". Es wäre wichtig, dass alle nach den eigenen Möglichkeiten die Kolpingsfamilie mittragen und sich einbringen, auch in verantwortlichen Positionen. Viele Angebote, mit denen die Kolpingsfamilie ihrem sozialen Auftrag nachkomme, haben sich seit Jahren bewährt und werden fortgeführt. Und doch gibt es auch immer Bewegung bei den Aktiven und den Angeboten.

Beständigkeit und Bewegung

Die Mischung aus Beständigkeit und Bewegung hält die Kolpingsfamilie aktiv. So ließe sich die Bilanz zusammenfassen, die Monika Flanse vorlegte. Drei Standbeine waren Adolph Kolping wichtig: Familie, Beruf und Religion. Im Programm wurde all das nicht nur für die Mitglieder, sondern auch für immer wieder gern willkommene Gäste vereint. Insgesamt kamen über 1350 Teilnehmer zu den 73 Angeboten, die im Berichtszeitraum - größtenteils im Kolpinghaus, jeweils donnerstagabends - angeboten wurden. Aber auch gesellige Veranstaltungen, das Jugend-Erwachsenen-Zeltlager, Frauenfrühstück, Auszeiten für Frauen, Radtouren, Familienwanderungen, Schafkopfturnier etc. fanden statt.

Die Weihnachtsbasaraktion erbrachte auch im letzten Jahr wieder einen beachtlichen Erlös von 2555 Euro. So konnten wieder die Kolpingschule in der Partnerdiözese Nicaragua, eine Kolping-Kindertagesstätte in Rumänien und die Missionsarbeit in Südafrika unterstützt werden.

Achim Nehr folgte mit einem zufriedenstellenden Kassenbericht. Ihm wurde von den Kassenprüfern eine einwandfreie Kassenprüfung bestätigt und der gesamte Vorstand anschließend einstimmig entlastet.

Es folgten die Neuwahlen. Nach 17 Jahren als Präses wurde Pfarrer Heinz Oberle verabschiedet und gleichzeitig zum Ehrenpräses ernannt. Seit 2003 hat er segensreich gewirkt und für die Bamberger Kolpingsfamilie Mitverantwortung getragen. Für sein unermüdliches und hohes Engagement sprach ihm die Kolpingsfamilie mit einer Urkunde ihren Dank und große Anerkennung aus. Einstimmig wurde Prof Alfred Hierold zum neuen Präses gewählt. Die Wahl muss aber noch vom Erzbischof bestätigt werden.

Die Mitglieder sprachen ihrem Vorsitzenden Wolfgang Burgis das Vertrauen aus und bestätigten ihn in seinem Amt. Auch die stellvertretende Vorsitzende Monika Flanse, Kassier Achim Nehr, Schriftführerin Gabi Heyder und Udo Linz als Beauftragter für Jugend und Familie wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Als Beisitzer wurden gewählt: Regina Burgis, Michaela Gold, Inge Schmitt, Josef Wachtler und Gabi Weiner. Aus persönlichen Gründen stellten sich Sabine und Uli Kraus sowie Christine Pawlowski nicht mehr als Beisitzer zur Wahl. Burgis dankte ihnen für ihre langjährige Tätigkeit und ihren großen Einsatz mit einem kleinen Präsent.

"Kolping ist mehr als nur ein Verein, es ist eine große Familie und eine generationenübergreifende und internationale Gemeinschaft, bei der jeder seinen Platz hat, mitgestaltend tätig sein kann, um Verantwortung mitzutragen und auch seine Persönlichkeit zu stärken." jw