Kreis Haßberge — Aus Anlass des 70. Jahrestages des Kriegsendes hatte der CSU-Kreisvorsitzende Steffen Vogel (Theres) zu einer Besichtigung des "Fichtel-und- Sachs"-Bunkers nach Schweinfurt eingeladen. Über 50 Interessierte nahmen teil, wie die Partei mitteilte.
Die Führung durch das markante Gebäude leitete Eigentümer Nils Brennecke, der den Bunker im Herbst 2013 vom Bund erworben hatte. Brennecke informierte, dass der Bunker im Jahr 1941 gebaut wurde, um die Bevölkerung vor Luftangriffen auf Schweinfurt zu schützen. Insgesamt seien in Deutschland in über 60 "kriegswichtigen" Städten 3000 solcher Bunker errichtet worden, in Schweinfurt allein zehn. Die Stadt galt aufgrund der Kugellagerproduktion für die Kfz-, Schifffahrt-, Luftfahrt- und natürlich für die Waffenindustrie als kriegswichtig. Der "Fichtel-und-Sachs"-Bunker war für maximal 1022 Menschen gedacht, bot aber, so Brennecke unter Bezug auf Zeitzeugen, mehr als 1500 Menschen in seinen fünf Etagen mit 2000 Quadratmetern Nutzfläche bei vielen Luftangriffen Schutz. Die Mauern des Bunkers sind zwei Meter dick, im Keller sogar drei. Im Bunker gab es auch einen Lazarettraum.
Anfang der 80er-Jahre wurde der Bunker im Zuge des Kalten Krieges wieder nutzbar gemacht. Er galt als atombombensicher, sollte also auch vor nuklearer Strahlung schützen. red