Bamberg — Vor den Ausführungen des Abteilungsleiters Friedhofswesen vom Garten- und Friedhofsamt der Stadt Bamberg, Thomas Steger, erläuterte der Bürgervereinsvorsitzende Manfred Drescher bei der Jahresversammlung, dass der Buger Friedhof nicht gerade zu den Paradebeispielen der Friedhofkunst gehöre. Dies liege in erster Linie an seiner Lage und den begrenzten Ausdehnungsmöglichkeiten.
Vor einiger Zeit hatte der Bürgerverein einen Antrag gestellt, einen Urnenfriedhof in Bug einzurichten. Ein Bedarf von zehn bis 15 Gräbern erschien dem Bürgerverein ausreichend. Nach mehreren Begehungen mit Vertretern des Garten- und Friedhofsamtes, bei denen eine ganze Reihe von Möglichkeiten vorgestellt wurden, hat sich der Bürgerverein Bug entschlossen, eine Anlage zu erbitten, bei der die Hinterbliebenen wissen, wo ihr Verstorbener genau liegt.
Der BV war sich sicher, dass die Buger Bevölkerung eine anonyme Beerdigung nicht wünscht und hat einer Lösung das Wort geredet, die ein 80 mal 80 Zentimeter großes Urnengrab ausweist.
Thomas Steger ging auf die Probleme des Buger Friedhofes ein, der durch seine Lage und seinen steilen Anstieg sehr schwer zu bearbeiten sei. Man müsse versuchen, im Laufe der Jahre eine Entzerrung herbeizuführen, damit die Grabstellen übersichtlicher werden können. Die relativ lange Liegedauer von 30 Jahren stehe dem etwas entgegen.
Steger hatte die Planung mit Skizze des Garten- und Friedhofsamtes mitgebracht. Danach würden neben der Aussegnungshalle 16 Miniaturgräber für Urnen entstehen. In jedem könnten bis zu fünf Urnen Platz finden. Insgesamt würde die Anlage dann 16 Urnengräber umfassen.
Der Entwurf wurde von allen Anwesenden positiv aufgenommen. Vor allem konnte Thomas Steger zusichern, dass der Bau dieser Anlage noch in diesem Jahr über die Bühne gehen könnte.
Der Weg neben der Ausseg-nungshalle sei bereits hervorragend hergerichtet worden und auch die Arbeiten im Buger Friedhof seien eines Lobes wert, merkte BV-Vorsitzender Manfred Drescher an.

Unmut über Verzögerungen

In seinem Rechenschaftsbericht ließ der Vorsitzende das zurückliegende Jahr Revue passieren. Man habe Gespräche mit dem Baureferenten und dem Oberbürgermeister bezüglich der Buger Brücke geführt und zu diesem Thema alle Bamberger Stadträte persönlich angeschrieben. Man habe zur Kenntnis nehmen müssen, dass aus finanziellen Gründen vorerst mit dem Bau nicht zu rechnen sei, da man auch noch Vorbereitungsarbeiten abschließen müsse.
Das Hauptproblem sei, so der Vorsitzende, dass man über Jahre teilweise nicht ganz richtige Informationen von OB und vom Bauamt erhalten habe. Wenn man den Bugern sage, aus nachvollziehbaren Gründen sei es so, dass zum Beispiel vor 2016/17 kein Brückenbau erfolgen könne, dann müsse man sich notgedrungen damit abfinden.
Wenn man aber jedes Jahr gesagt bekomme, alles sei fertig, liege in der Schublade, der Stadtrat müsse nur noch zustimmen und das stimme einfach nicht, dann werde man wirklich ärgerlich.
Der Kassenbericht, vorgetragen von Alexander Saule, zeugte von einer soliden finanziellen Situation des Vereins.
Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Erster Vorsitzender Manfred Drescher, Stellvertreter Marga Heurig und Karl-Heinz Leicht, Schriftführerin Christine Weimann und Kassenverwalter Alexander Saule. Kerstin Heurig, Werner Frank, Johannes Heindl und Markus Neubauer wurden als Ausschussmitglieder bestätigt. Neu hinzu kommen Florian Graf und Christian Heinkelmann.
Vom Vorsitzenden wurden fünf Personen mit Wein, Urkunde und Anstecknadel für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. red