Fraktion und Vorstand des Bürgervereins blickten bei einer Mitgliederversammlung auf die erste Hälfte der Wahlperiode im Stadtrat zurück. Veränderungen gibt es an der Spitze des Vereins. Edith Berg wurde zur Vorsitzenden gewählt. Der Posten war bisher vakant. Ihr Stellvertreter ist Filips Callens.
Berg zog ein positives Fazit des vergangenen Jahres. Im Stadtrat herrsche ein Klima des Respekts und der Wertschätzung im gegenseitigen Umgang, was zur Erleichterung und Entspannung beitrage und ein konstruktives Arbeiten ermögliche. Viele Tagesordnungspunkte würden inzwischen öffentlich behandelt, auch die Transparenz bei Ausschreibungen und Verfahren habe sich verbessert.
Allerdings, so die Vorsitzende, gelte es immer wieder darauf zu achten, "dass eines der wichtigsten Anliegen des Bürgervereins, die Wahrung von Transparenz und Öffentlichkeit, auch eingehalten wird". Wie wichtig dies sei, zeige sich in der gegenläufigen Entscheidung der anderen Fraktionen, alle vorberatenden Ausschüsse wieder zwingend nicht-öffentlich tagen zu lassen.


Innovatives Schulkonzept

"Gemischt" fiel die Bilanz des Fraktionsvorsitzenden Thomas Müller aus. Er erwähnte das innovative Schulkonzept, das auf Vorschlag des Bürgervereins berücksichtigt werde. Hier solle auch geprüft werden, ob sich ein Lehrschwimmbecken integrieren und finanzieren lasse. Bei den Abwassergebühren habe man erreicht, dass die Abrechnung in Zukunft sowohl den gesetzlichen als auch den umweltpolitischen Standards entspricht. Inzwischen unterstütze der Bürgerverein auch die Einstellung eines City-Managers, allerdings mit erweitertem Aufgabengebiet. Dieser sollte sich um die Weiterentwicklung von Burgkunstadt kümmern. Als Schwerpunkte nannte Müller das Gewerbegebiet in der Au, das bereits jetzt einige zweckentfremdete Grundstücke aufweist und in dem durch den Umzug von Einkaufsmärkten weitere Leerstände drohten. Der Fraktionschef forderte ein Leerstandskataster und die Schaffung von Anreizen für die Wiederbelebung der Flächen.
Auch die Themen Mehrgenerationenhaus und Wohnen im Alter müssten Müller zufolge forciert werden, um den Wegzug älterer Mitbürger in die Umgebung zu vermeiden.
Ein weiterer Schwerpunkt der politischen Arbeit sei der gemeindliche Haushalt, hier seien eine langfristige Planung und eine Prioritätenliste nötig, ergänzte Alexander Hanna. Der Bürgerverein stehe für Investitionen, die sich mittel- und langfristig positiv für die Stadt auswirken. Er begrüße daher sehr, dass es im Bereich Bildung nach fast zwei Jahren mit dem Ideenwettbewerb am Schulberg endlich vorangehe.


Beauftragte für Integration

Veronika Flierl berichtete von einem Treffen mit den Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit unter Vorsitz von Angelika Geyer und Gerd Weickert von der Diakonie. Dort sei ein enger Kontakt mit der Stadt gewünscht worden, weshalb sie sich bereiterklärt habe, zukünftig als Integrationsbeauftragte des Stadtrats aktiv zu werden. Die offizielle Ernennung solle in einer der nächsten Stadtratssitzungen erfolgen. Sie wolle Ansprechpartnerin für alle Mitbürger sein.
Marion Berthold stellte den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer bescheinigten ihr eine ordnungsgemäße und einwandfreie Buchführung.
Alexander Hanna wies abschließend auf eine neue monatliche Veranstaltung des Bürgervereins hin: Der "Bürgertreff", der allen Interessierten offen stehe, werde einmal monatlich in wechselnden Gaststätten in der Stadt und den Ortsteilen stattfinden. Der erste Termin sei am 12. Juli um 19 Uhr im Hotel "Drei Kronen" in Burgkunstadt. red