Spektakuläre Themen hatte Vorsitzender Bernhard Kroner bei der Hauptversammlung des Bürgervereins Bertelsdorf-Glend in der Sportgaststätte Bertelsdorf nicht zu bieten. Der Verein bemüht sich um eine erneute Verkehrsschau in Bertelsdorf und begrüßt die Vorarbeiten für den Neubau der Staatsstraße 2205 zwischen Bertelsdorf und Wiesenfeld. Viel Zeit wendet der Verein für die Pflege des Vereinsheims und die Überarbeitung von Satzung und Internetauftritt auf.

Bei vielen Vereinen sei es längst nicht mehr selbstverständlich, dass alle Vorstandsposten besetzt sind und der Vorstand funktioniert und motiviert arbeitet, machte Kroner deutlich und stellte fest: "Der Bürgerverein Bertelsdorf-Glend steht auf festen Beinen und auf sicherem Boden." Mit dem Erfahrungswissen der älteren Generation aus Familie, Beruf, Alltag und Ehrenamt berge der Verein einen großen Schatz, den zu bewahren Kroner als Aufgabe des Bürgervereins sieht.

Ziel ist eine Radarkontrolle

Der Verein bemühe sich um eine Verkehrsschau, um wegen zu schnell fahrender Fahrzeuge am Spielplatz in der Christenstraße erneut eine Radarkontrolle anzuregen, kündigte der Vorsitzende an. Der Verein warte das Ende der umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich des Kaeser-Werkes ab, um die Entwicklung des Verkehrs am Kreisel und in der Carl-Kaeser-Straße zu beurteilen.

Mit Probebohrungen habe die Vorbereitung des Neubaus der Staatsstraße 2205 zwischen Bertelsdorf und Wiesenfeld begonnen. Als Erstes werde eine Brücke bei Wiesenfeld gebaut, berichtete Kroner, der mit der Fertigstellung der Straße in den Jahren 2022/23 rechnet.

Der Antrag, die Staatsstraße 2205 zwischen Eisfeld und Coburg direkt an die Autobahn A 73 anzubinden, liege inzwischen beim Bundesministerium für Verkehr, das eine Anfrage des Bürgervereins bislang nicht beantwortet habe, bedauerte der Vorsitzende. Diese Lösung könne Bertelsdorf und Glend vom Verkehr entlasten, kreise aber Bertelsdorf vollständig ein, verbrauche weitere Flächen und bringe weiteren Lärm für die Anwohner.

Der Bürgerverein freut sich über die neuen Spielgeräte und Sitzgelegenheiten auf dem Spielplatz, auf dem das Grünflächenamt auch neue Bäume und Sträucher gepflanzt und Rasen gesät hat. Im Juni 2018 weihten Bürgermeisterin Birgit Weber, Bernhard Ledermann, der Leiter des Grünflächenamtes, der Bürgerverein und viele Gäste den Spielplatz ein. "Die neuen Spielgeräte werden sehr gut angenommen", lobte Kroner die Bereitschaft der Stadt, Spielplätze attraktiv zu gestalten.

173 Mitglieder

Der Verein zählt nach drei Todesfällen und zwei Beitritten 173 Mitglieder. Bei den Neuwahlen standen alle Vorstandsmitglieder für eine weitere zweijährige Amtszeit zur Verfügung und erhielten die Zustimmung der Versammlung.

Der SÜC-Verkehrsbetrieb prüfe den Antrag von Manuel Scheel, der Stadtbus solle die Haltestelle im Heiligersgrund wie alle anderen Haltestellen halbstündlich anfahren, teilte Kroner mit.

Der Vorsitzende ehrte Bernd Walther, Doris Walther, Eva-Maria Freudenberg und Helmut Freudenberg für 25 Jahre Mitgliedschaft im Bürgerverein. Vor 30 Jahren traten Hannelore Storath und Heribert Storath dem Verein bei. Seit 40 Jahren sind Hans Geiger, Monika Geiger und Martina Schmidt dabei. bb