Betrifft: "Beschwerde gegen Helmut Blank" vom 07.12.2016, Münnerstadt:

Hat er versehentlich in die noch vorhandene Steckdose für Elektroautos gelangt, oder wodurch konnte ihm ein solcher Fauxpas passieren? Nur weil Matthias Kleren, Polizist bei der Polizeiinspektion Bad Kissingen, als Privatperson und Bürger der Gemeinde Münnerstadt einen Leserbrief zum anstehenden Bürgerentscheid über das Hallenbad schrieb, scheint Herr Blank nicht die - was Hühner legen - zu haben, um nach einem persönliches Gespräch mit dem Betroffenen die Sache wieder ad acta zu legen.
Stattdessen wendet sich der Mürschter Bürgermeister an Herrn Haschke, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Kissingen und Chef von Herrn Kleren. Ihm erteilt er den Auftrag, dass, wenn sich Herr Kleren nicht innerhalb einer Woche bei ihm melde, er rechtliche Schritte gegen Herrn Kleren prüfen werde.
Ich darf annehmen, dass der Münnerstädter Bürgermeister zu oft die Fernsehserie "Um Himmels Willen" im Fernsehen angeschaut hat. Dort ist auch stets zu sehen, wie der Bürgermeister durch seine Beziehungen zu anderen Behörden oder Betrieben Druck auf deren Angestellte ausüben möchte. Das ist lustig, entspricht aber nicht immer der Realität. Vor allem übersieht Herr Blank, dass nicht der Polizeibeamte, sondern der Privatmann Matthias Kleren den Leserbrief schrieb. Schließlich steht jedem Bürger das Recht zu, seine Meinung in einem Leserbrief kund zu tun, ohne gleich mit einer Verfolgung durch eine Anzeige rechnen zu müssen. Eine falsch geschriebene Zahl zu den Schulden der Stadt Münnerstadt reicht da wohl nicht aus, um einer Anzeige gerecht zu werden.
Schon der Satz von Herrn Blank, der sich, wie er sagt, auf ein Verfahren gegen Herrn Kleren freut, ist eines Bürgermeisters unwürdig. Der Vorgang erinnert mich an meine Zeit in der CSU Bad Kissingen, als der ehemalige Oberbürgermeister Laudenbach seine Macht demonstrieren wollte, indem er ein Parteiausschluss-Verfahren gegen mich wegen eines Leserbriefes beantragte und mit nur einer Gegenstimme voll hinten runter gefallen ist. Was sich Herr Blank hier rausnimmt, übertrifft dies allerdings bei weitem, und es ist ja nicht das erste Mal.
Ein solcher Bürgermeister ist für die Bürger der Stadt nicht mehr akzeptabel. Man kann nur hoffen, dass sich auch die anderen Stadträte der Dienstaufsichtsbeschwerde von Herrn Trägner anschließen, und ich werde wohl mit meinem Leserbrief der nächste sein, den er belangen wird.

Franz-Peter Potratzki
Bad Kissingen