von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Harsdorf — Die Zughalte im Bahnhof sind Bürgermeister Günther Hübner (CSU) nach wie vor ein Dorn im Auge, insbesondere, was den Haltepunkt am ortsnahen Bahnsteig am Gleis 1 betrifft. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates gab er ein Schreiben an die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH in München und die DB Regio in Hof bekannt, in dem er die Problematik erneut anspricht.
Die Bürgerschaft zeigt laut Hübner kein Verständnis dafür, dass für die haltenden Züge fast nur das Durchgangsgleis 2 genutzt werde. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Wir haben bereits mehrfach unsere Gründe, besonders für die Schülerzüge, hierzu dargelegt. Uns ist bewusst, dass in den Gemeinden Bindlach und Trebgast bisher keinerlei Baufortschritte erzielt wurden, die eine Zeitersparnis für den Fahrplan bringen würden. Dass aber mit den Weichenüberfahrten bei uns für einen haltenden Zug so viele Sekunden verloren gehen, dass die Benutzung von Gleis 1 nicht möglich ist, bezweifeln wir. Wenn trotzdem, dann sind wohl unsere Weichen für den modernen Nahverkehr nicht besonders geeignet."
Bürgermeister Günther Hübner bat deshalb die Eisenbahngesellschaft, wenigstens die Züge, mit denen vorwiegend Schüler fahren, auf Gleis 1 zu verlegen: "Aus Gründen der Verkehrssicherheit wäre es auf jeden Fall besser, Gleis 1 zu nutzen."
Hübner machte auch Anmerkungen zur Strecke Bayreuth-Neuenmarkt/Wirsberg: "Allgemein ist die Schlömener Kurve keine Bereicherung. Die umständlichen Fahrtwege nach Westen heben den Vorteil nach Osten wieder auf, und es wird dadurch der Nahverkehr mit zeitoptimierten Zustiegen erschwert. So haben wir in Harsdorf morgens bei einigen Zügen nach Nürnberg und damit eventuell auch für den allgemeinen ICE-Zustieg einen 33-minütigen Aufenthalt in Bayreuth. Dies spricht nicht für eine Zugfahrt vom Heimatort."
Klar positionierte Umsteigebahnhöfe im maximalen 15 bis 18 Minutenbereich und eventuell nur zwei Umstiege bei Fernreisen wären für Bürgermeister Hübner attraktiver.