Die Stadt Hallstadt zeichnet sich durch das große Engagement vieler Ehrenamtlicher aus. Überall bringen sich fleißige Bürgerinnen und Bürger ein - ob im Verein, für gehandicapte Mitmenschen oder Kunst und Kultur. Bürgermeister Thomas Söder (CSU) zeichnete kürzlich acht Hallstadterinnen und Hallstadter für ihren besonderen Einsatz für andere aus. Bei einer feierlichen Übergabe fand Söder für alle die passenden Worte.
Seit vielen Jahrzehnten kümmern sich Renate und Dick Gallardo aufopferungsvoll um ihre behinderte Tochter Isabell. Dazu Bürgermeister Söder: "Die Pflege von hilfsbedürftigen Menschen und die Verbesserung der Lebensumstände von kranken und behinderten Menschen finden immer noch zu wenig Raum in unserer Gesellschaft. Der Pflegenotstand ist bereits heute in Deutschland - und auch in Hallstadt - Realität geworden." Umso mehr seien Renate und Dick Gallardo für ihren Einsatz zu loben.
Ausgezeichnet wurde auch der Laiendarsteller Gerd Groh, der laut Bürgermeister schon bei 15 abendfüllenden Stücken mitgewirkt hat. Seine größte Rolle, die ihn weit über die Grenzen Hallstadts bekannt gemacht hat, war der "Meister Tod" beim Brandner Kaspar. Mit einem Ausschnitt aus diesem Stück gewann Groh zusammen mit Harald Werner das "Theater Pärla", den Oskar für Mundarttheater in ganz Franken.
Seit vielen Jahrzehnten setzt sich Richard Ramer für die Rechte und die Sicherheit von behinderten Menschen ein. "Durch seine eigene Sehbehinderung und die Sehbehinderung seiner Frau weiß er, welche Probleme im Alltag für Menschen mit Behinderung bestehen. In einer beeindruckenden Weise meistern er und seine Familie den Alltag. Gleichzeitig ist er immer bereit mitzuwirken, um Verbesserungen für Menschen mit Behinderung zu erzielen", sagte Thomas Söder.
Für seinen regen Vereinseinsatz wurde Wolfgang Ramer geehrt. Er "packt überall an, wo er beim SV Dörfleins gebraucht wird. Mehr als 30 Jahre ist er nun schon dort Kassier. Von vielen wird er ,Herr und Meister des Rasens' genannt. Der SV Dörfleins - wie jeder andere Verein - könnten ohne Personen wie Wolfgang Ramer dauerhaft nicht erfolgreich sein", lobte Bürgermeister Söder.
Auch die Künstlerin Waltraud Scheidel erhielt die Ehrenamtsmedaille. Sie "ist nicht nur eine begeisterte und äußerst talentierte Künstlerin, sondern ihr ist es auch ein besonderes Anliegen, Menschen für die Kunst zu begeistern. Besonders Kindern und Jugendlichen möchte sie Kunst näher bringen. Sie will aber auch Kunst in der Mitte unserer Stadt etablieren und hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Hallstadt ihr Atelier in die Stadtmitte von Hallstadt gebracht", sagte Thomas Söder. Der größte persönliche Erfolg für Waltraud Scheidel stehe aber noch bevor: die Errichtung der Artothek in der Fischergasse 6.
Seit vielen Jahren ist Silvia Wagner beim Turnverein Hallstadt aktiv. Angefangen hat sie 1973 als Jugendleiterin. Diesen Posten hatte sie bis 1980 inne. Parallel fungiert sie von 1978 bis 1982 als Schriftführerin und wurde 1975 Übungsleiterin. Noch heute ist sie als Übungsleiterin aktiv, leitet seit 1991 "Mutter-Vater-Kind Kurse" und seit 1997 "Turnen für Vorschulkinder ab vier Jahre" und "Turnen für Buben 1. bis 4. Klasse". Seit 1998 ist Silvia Wagner Übungsleiterin "Prävention" und seit 2000 sogar Oberturnwartin des Turnvereins Hallstadt. Auch bei der Königshof Schützengilde engagierte sie sich über viele Jahre, unter anderem als Vorsitzende.
Geehrt wurde auch Thomas Zametzer. Der Bürgermeister: "Er ist ebenfalls jemand, der überall da ist, wo man ihn braucht und dies seit vielen Jahrzehnten. Ob in der Feuerwehr, in der katholischen Kirche oder in vielen Vereinen und Verbänden. Er hilft überall mit. Auch als Musiker springt er immer ein, wenn eine Kapelle ihn braucht. Bescheiden, hilfsbereit und immer freundlich leistet er in unserer Stadt einen wichtigen Beitrag, dass das Vereinsleben und Veranstaltungen erfolgreich sind." red