von unserem Mitarbeiter werner reissaus

Kulmbach — Mit dem früheren Fraktionsvorsitzenden der CSU im Kreistag, Helmut Horn, und dem langjährigen Geschäftsführer des Klinikums Kulmbach, Herbert Schmidt, wurde im Rahmen einer Festsitzung des Kreistages zwei Bürgern des Landkreises Kulmbach mit der Verleihung der Goldenen Bürgermedaille eine hohe Ehrung zu teil.
Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler): "Sie haben sich engagiert, sich eingebracht und weit mehr Einsatz in ihren jeweiligen Funktionen gezeigt, als man es gemeinhin erwarten darf." Die Festsitzung im Großen Sitzungssaal wurde vom Bläserensemble "QuintEssenz" musikalisch umrahmt.
Landrat Kaus Peter Söllner stellte fest, dass sowohl Helmut Horn als auch Herbert Schmidt Außergewöhnliches geleistet, über Jahrzehnte höchsten persönlichen Einsatz gebracht, sich mit unglaublichem Engagement und höchster Intensität eingesetzt und richtungsweisende Entscheidungen getragen und getroffen haben: "Sie, meine Herren, symbolisieren die Führungskultur unseres Landkreises. Sie stehen für den Erhalt und die Fortentwicklung der uns überlassenen Güter und für die positive Entfaltung der Lebensbedingungen in unserem schönen Landkreis Kulmbach."
Horn kann auf eine 24-jährige Zugehörigkeit zum Kreistag Kulmbach zurückblicken und hat in dieser Zeit viele zukunftsweisende Entscheidungen mit auf den Weg gebracht. Für ihn hatte Söllner zufolge die nachhaltige Stärkung der Wirtschaft und der Infrastruktur des Landkreises immer eine hohe Priorität. Auch als langjähriger Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion habe sich Horn durch hohe Fachkompetenz ausgezeichnet. Der Landrat: "Gerade in den schwierigen und bei in der Öffentlichkeit nicht selten kontrovers diskutierten Fragen beteiligte er sich an vielen Meinungsbildungsprozessen. Hier nahm er, wenn es nötig wurde, klare Positionen ein und hatte auf die politische Diskussion oft wichtigen Einfluss."
Viele Initiativen, viele Vorschläge aus den Reihen seiner Fraktion, so Söllner, trugen Horns Handschrift. Als Jurist sei dieser grundlagenfest gewesen. Söllner: "Sein profundes Fachwissen, sein Sachverstand und sein Weitblick versetzten ihn stets in die Lage, für ergebnisorientierte Lösungen aufgeschlossen zu sein, Kompromisse als Teilerfolge zu sehen und Prioritäten zu setzen.

Dynamische Entwicklung

An Schmidt gewandt sprach Söllner von einer außergewöhnlichen Lebensleistung. "Fast 53 Jahren leistete Herbert Schmidt für unser Haus großartige Dienste. " Als dieser 1982 als Mittdreißiger mit den Aufgaben des Geschäftsführers betraut wurde, habe niemand ahnen können, welch dynamische Entwicklung das Klinikum in den folgenden Jahrzehnten nehmen sollte, welche Erfolgsgeschichte das Klinikum Kulmbach mit der Fachklinik Stadtsteinach schreiben würde.
Söllner verwies auf eine Reihe von Maßnahmen, die in Schmidts Zeit realisiert wurden: "Es mögen wohl an die 200 Millionen Euro für Bau und zusätzlich sicher 100 Millionen Euro an Geräten und Infrastruktur gewesen sein, die der Zweckverband in diesen fast 33 Jahren für die Gesundheitsversorgung im Landkreis Kulmbach investiert hat - eine beeindruckende Bilanz, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass wir wohl fast ein Drittel dieser Summe aus eigenen Mitteln bereitgestellt haben."
Das Klinikum biete heute nicht nur höchsten medizinischen Standard, sondern gleichzeitig beste Betreuung. "Wir schaffen hier einen wahren Gegenpol zu den mittlerweile gängigen anonymen, kalten Behandlungszentren der großen Gesundheitskonzerne, die zwischenzeitlich eine dominante Stellung eingenommen haben." Besonders vor dem Hintergrund der permanenten Gesundheitsstrukturreformen der letzten Jahre sei dies eine gewaltige Leistung. Söllner: "Unser Klinikum ist heute eines der wenigen noch kommunal geführten Häuser, das profitabel arbeitet, weiter expandiert und einen guten Ruf in der Öffentlichkeit genießt.