Neue Strukturen nach 24 Jahren braucht der Dachverband der Bürgerinitiative "Das bessere Bahnkonzept", so der Vorsitzende Stefan Kabitz, Zapfendorf, bei der Jahreshauptversammlung in Neuses bei Forchheim. Die Mitglieder der BI waren von diesem Vorschlag überzeugt und votierten einstimmig dafür.
Stefan Kabitz berichtete über viele Aktivitäten der abgelaufenen Zeit von Nürnberg bis Erfurt. Schwerpunkte in den letzten beiden Jahren waren die Planfeststellungsverfahren im Abschnitt zwischen Hallstadt Nord bis Zapfendorf und Forchheim bis Eggolsheim. Mit großen Power wurden die beiden Planfestellungsbeschlüsse durchgearbeitet und Konsequenzen für die Mitglieder erarbeitet. Nach dem Beginn der Bauarbeiten von Kemmern bis Zapfendorf stand das Telefon von Kabitz nicht mehr still, wegen der großen Betroffenheit der Bewohner entlang der Baumaßnahme. Gründungs- und Vorstandsmitglied Hans Bramann, der seine Anwaltskanzlei in Lichtenfels betreibt, konnte viele kritische Verhandlungen mit der Bahn abklären und einem positivem Ende zuführen.


Über den Tisch gezogen

Zu Verhandlungen im Bereich Zapfendorf wurden von der Bahn, um ihre Ziele schnellstmöglich zu erreichen, Zapfendorfs Altbürgermeister Josef Martin und der amtierender Dritte Bürgermeister Georg Ries eingesetzt.
Nach Meinung von Kabitz wurden im Maintal viele Grundstücksbesitzer über den Tisch gezogen, weil ihre Bodenschätze, Kies und Sand weitergegeben wurden, obwohl dies im Vertrag untersagt worden sei. Hier werde auf juristische Ebene noch verhandelt, obwohl die beklagte Seite sich kaum bewege und die Bundes- und Landespolitiker daran kein Interesse zeigten, sich für die Bürger einzusetzen.
Das Vorgehen des Marktes Zapfendorf wird laut Bürgerinitiative als richtungsweisendes Signal für Baumaßnahmen der Bahn in Deutschland gesehen. So sei mit Verhandlungen erreicht worden, dass eine mit Veränderungssperre belegte Straße sechs Jahre vor Planfeststellungsbeschluss gebaut werden darf. Dies habe auch das Landratsamt Bamberg bestätigt.
Auch fanden viele Gespräche mit den Bürgermeistern entlang der Ausbaustrecke statt. Kabitz: "Wir haben schon Vorbereitungen getroffen, um in den kommenden Planfeststellungsverfahren Eggolsheim bis Strullendorf (Frühjahr 2017) und Bamberg gut gerüstet zu sein. Rechtsanwalt Bramann hat aus diesem Bereich schon Mandanten, die deshalb guter Dinge sind, was die Zukunft betrifft."


Neuer Vorstand

Der neue Vorstand der Bürgerinitiative setzt sich jetzt wie folgt zusammen:
Erster Vorsitzendern Stefan Kabitz (Zapfendorf), Zweiter Vorsitzender Harry Göckel (Kaltenbrunn/Herreth), Kassier Erwin Richter (Bad Staffelstein) und Schriftführer Rolf Weizenkorn (Eggolsheim). Beisitzer sind Heinz Schielein (Altendorf), Ehrenvorsitzender Erika Schwedes (Forchheim), Ewald Truckenbroth (Untersiemau), Hans Bramann (Bad Staffelstein/Wiesen), Ludwig Endres (Eggolsheim) und Rolf Bonengel (Forchheim).
red