Martin schweiger Die Corona-Pandemie hinterlässt auch ihre Spuren im Haushaltsplan 2020 der Gemeinde Burgpreppach.

Der wohl gravierendste Einschnitt bei den Einnahmen ist bei der Gewerbesteuer zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr betrage der Haushaltsansatz 265 000 Euro weniger, sagte Kämmerer Georg Metzger während der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Dies sei teilweise durch die Pandemie bedingt, allerdings mussten laut Kämmerer auch hohe Gewerbesteuerrückzahlungen geleistet werden. Für die kommenden Jahre rechnet Georg Metzger mit Gewerbesteuereinnahmen von jährlich 50 000 Euro.

Hilfe aus München

Allerdings lässt der Freistaat Bayern die Gemeinden nicht im Stich. Damit die Kommunen nicht auf den Einbrüchen bei der Gewerbesteuer sitzen bleiben, sorgt der Freistaat für einen finanziellen Ausgleich in Form einer Zuweisung. Dieser Zuschussbetrag liegt bei rund 400 000 Euro für die Gemeinde Burgpreppach.

Der Verwaltungshaushalt 2020 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 2 997 770 Euro ab. Der Vermögenshaushalt hat Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2 398 300 Euro. Das ergibt ein Gesamthaushaltsvolumen der Gemeinde von 5 396 070 Euro.

Schulden sollen sinken

Der Markt Burgpreppach hat zum 1. Januar 2020 einen Schuldenstand von 1 360 070 Euro. Das sind 1000 Euro pro Einwohner. Im Haushaltsjahr 2020 sind ordentliche Tilgungen in Höhe von 99 500 Euro vorgesehen. Eine Darlehensaufnahme ist im Haushaltsjahr 2020 nicht geplant. Der Schuldenstand wird sich zum 31. Dezember 2020 auf 1 261 065 belaufen; das sind dann 927 Euro pro Einwohner.

Zu den größten Investitionen zählt die Sanierung des Bürgerhauses Burgpreppach mit einer Million Euro. Die Ortsdurchfahrt in Hohnhausen schlägt zusammen mit den Kanalarbeiten mit 440 000 Euro zu Buche. Für ein Löschfahrzeug sind im Etat 280 000 Euro angesetzt und für die Wasserversorgung in Hohnhausen 150 000 Euro.

Weitere Themen

Für Unterhaltungs- und Ausbesserungsmaßnahmen an Flurwegen und Gräben in der Gemarkung Üschersdorf genehmigte das Gremium einen Zuschuss von 25 Prozent für die diesjährigen Kosten in Höhe von 6000 Euro.

Eine Querungshilfe in der Fitzendorfer Straße in Burgpreppach wird nicht gebaut. Laut einer Zählung durch die Polizei passieren nur zwei Kinder am Tag die Straße. Für die Förderung einer Querungshilfe sei eine wesentlich höhere Frequenz nötig, erfuhr der Gemeinderat am Donnerstag.

In Gemeinfeld haben die ortsansässigen Vereine einen Neun-Sitzer-Bus für 15 000 Euro gekauft, der mit 65 Prozent bezuschusst wird. Der Bus dient der Beförderung von Senioren oder Jugendgruppen, kann aber auch an Privatleute vermietet werden.