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Buchbach
Jubiläum

Buchbacher gedachten der Grundsteinlegung ihrer Kirche vor 50 Jahren

Corona wirbelte bereits im Mai die Planungen der Buchbacher Pfarrgemeinde gehörig durcheinander. Der Förderverein der katholischen Pfarrkirche Buchbach hatte jedoch Glück und konnte im Freien bei herr...
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Beim Jubiläumsgottesdienst verrichteten auch drei Männer Altardienst, die vor 50 Jahren Ministranten waren. Foto: Benjamin Baier
Beim Jubiläumsgottesdienst verrichteten auch drei Männer Altardienst, die vor 50 Jahren Ministranten waren. Foto: Benjamin Baier

Corona wirbelte bereits im Mai die Planungen der Buchbacher Pfarrgemeinde gehörig durcheinander. Der Förderverein der katholischen Pfarrkirche Buchbach hatte jedoch Glück und konnte im Freien bei herrlichem Wetter eine Maiandacht organisieren und somit den Startschuss für die bevorstehenden Feierlichkeiten geben. Unter der Überschrift "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" fand die Andacht am Grundstein der alten, leider abgerissenen Kirche statt. Von dort aus ist die mächtige, neue Laurentiuskirche von Buchbach gut zu erkennen. Schließlich begann auch dort tatsächlich ein Zauber, welcher mittlerweile 50 Jahre angehalten hat. Pfarrer Reinhold Goldmann hatte die Vision einer neuen, ganz besonderen Kirche, die in dem kleinen 500-Seelen-Bauerndorf am Rande des Frankenwaldes nahe der ehemaligen Zonengrenze entstehen soll. Und dabei schaffte er es, eine Dorfgemeinschaft zu formen, die ihresgleichen suchte. Schließlich waren es die Buchbacher die "ihre" Kirche in über 40 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit quasi selbst gebaut haben. Und nicht nur das! Die Bauern spendeten das komplette Bauholz aus ihren eigenen Wäldern und brachten es mühsam zur Schneidemühle nach Förtschendorf und dann zur Baustelle.

Aufgrund der Beschränkungen und anhaltend gültigen Hygienemaßnahmen feierte man am vergangenen Samstag zwar nur auf "Sparflamme", aber dennoch im würdigen Rahmen einen Gottesdienst. Auf den Tag genau vor 50 Jahren fand an gleicher Stelle die Grundsteinlegung statt. Spontan fanden sich sogar drei ortsbekannte Herren, welche damals als junge Ministranten die Feier begleiteten: Lorenz Büttner, Horst Fehn und Josef Reier schlüpften nach knapp 50 jähriger Pause wieder in das Messdienergewand und gestalteten den Gottesdienst nach "Goldmannschem Ritus" mit.

Im Anschluss an die Messfeier lud die Pfarrgemeinde zum Stehimbiss ein. Außerdem folgte eine Filmvorführung, welche von Fritz Fröba organisiert wurde. Fröba digitalisierte aufwändig die Filmaufnahmen der "göttlichen Baustelle" aus den 70er Jahren, die damals im Format "Super8" vom Bauherrn aufgenommen wurden und somit als unvergessliches Zeitdokument dienen. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Christine Fröba, dankte allen Mitwirkenden und mahnte die Buchbacher: "Wird sind es unseren Vorgängergenerationen schuldig, das Bauwerk zu erhalten. Es möge sich jeder miteinbringen, sodass auch in 50 Jahren diese besondere Buchbacher Kirche für die Menschen, die sie besuchen, ein Platz des Glaubens und der Einkehr bleibt." Das Jahresprogramm sieht am 29. November ein Kirchenkonzert von und mit "Sigrid und Marina" vor. Infos gibt es beim Förderverein bzw. bei der Kartenvorverkaufsstelle der Festhalle Tettau, welche die Organisation des Ticketvorverkaufes kostenlos durchführt. Der Vorverkauf hat begonnen. Die Hotline ist erreichbar unter Tel. 09269/9513. bb