Der "Brüdertag" ist in Burgebrach jeweils am 2. Januar ein "örtlicher Feiertag". Heuer fiel er coronabedingt zwar nicht aus, wurde aber anders gefeiert.

Die Dreifaltigkeitsbruderschaft, auf die sich der "Brüdertag" bezieht, wurde schon am 10. Juli 1743 gegründet und hat nur männliche Mitglieder. Jeder Bruder entrichtet einen Jahresbeitrag, der sich nach der Zahl der übers Jahr verstorbenen Mitglieder richtet. Dafür wird für jeden verstorbenen Bruder das Grab geschaufelt sowie ein Engel- und ein Seelenamt gelesen. Bei der Beerdigung eines Bruders wird das Bruderschaftsbild mitgetragen. Nach dem jährlichen Festgottesdienst, an dem immer zahlreiche "Brüder" teilnehmen, wird anschließend in der Brauerei Schwan den ganzen Tag gefeiert, wo auch stets das Gründungsprotokoll verlesen wird.

Besonderer Gottesdienst

Das war heuer nicht so: Dafür war der Gottesdienst etwas Besonderes. Am Ende der Messe segnete nämlich Pfarrer Bernhard Friedmann das restaurierte Bruderschaftbild. Es war in der Restaurationswerkstätte von Erwin Bickel, Grasmannsdorf, umfassend erneuert und vergoldet worden, ebenso wurden Farben und Schrift wieder aufgefrischt. Die Vorderseite zeigt die Dreifaltigkeit, auf der Rückseite steht: "Brüder seid einsgesinnt, haltet Frieden, und der Gott der Liebe und des Friedens wird sein bei Euch. II. Cor. 13,11". red