Das Rote Kreuz im Landkreis Lichtenfels trauert um sein langjähriges Vorstandsmitglied und seinen ehemaligen Kreisbereitschaftsleiter Norbert Schneider, der am Silvestertag im Alter von 61 Jahren verstorben ist.

Wie der BRK-Kreisverband Lichtenfels in einer Presseinformation mitteilte, gehörte Norbert Schneider rund drei Jahrzehnte dem Vorstand ehrenamtlich als Stellvertretender Kreisvorsitzender, Schatzmeister, Kreisbereitschaftsleiter und zuletzt als amtierender Stellvertretender Schatzmeister an.

Die positive Entwicklung des Roten Kreuzes im Landkreis Lichtenfels ist eng mit seinem Namen verbunden. Als Schneider in den 80er Jahren in den Vorstand eintrat, beschäftigte das BRK rund 20 hauptamtliche Kräfte. Heute sind rund 450 haupt- und nebenamtliche Beschäftigte angestellt.

Nach den Worten von BRK-Kreisvorsitzendem Christian Meißner war Norbert Schneider eine der prägenden Führungspersönlichkeiten im Ehrenamt der letzten Jahrzehnte, der auch für seine Verdienste mehrfach ausgezeichnet wurde. In seinen umfangreichen Positionen engagierte er sich in vielen Projekten, die sowohl für das Haupt- als auch für das Ehrenamt bedeutend waren.

Beispielhaft nannte Meißner die Erweiterung des BRK-Zentrums Lichtenfels oder die Schaffung des BRK-Mehrgenerationenhauses Michelau. Zuletzt arbeitete Norbert Schneider intensiv an der Verwirklichung des BRK-Einsatzzentrums Michelau.

Auch die technische Ausstattung des Ehrenamtes war ihm demnach ein besonderes Anliegen. Als Kreisbereitschaftsleiter sorgte er für die Modernisierung der Einsatzfahrzeuge und war bis zuletzt ein wichtiger Ansprechpartner für die heutige Kreisbereitschaftsleitung. Darüber hinaus engagierte er sich über viele Jahre als Mitglied der Bereitschaft Michelau ehrenamtlich im Rettungsdienst und Krankentransport. Er war einer der wenigen Ehrenamtlichen, die den Berufsstand des Rettungsassistenten erreichten, als dieser in den 90er Jahren neu geschaffen wurde.

"Seine große und nie nachlassende Loyalität war wohltuend, motivierend und gerade für die jüngeren Einsatzkräfte beispielgebend", so BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak wörtlich. Die traurige Nachricht habe - wie Petrak betonte - das Rote Kreuz im Mark getroffen und man sei tief erschüttert, weil es nun heißt, von einem lieben Freund und herzensguten Menschen Abschied nehmen zu müssen. Besonders seiner Familie gelten demnach in diesen schweren Stunden die große Anteilnahme und das von allen Aktiven im BRK getragene Mitgefühl.