Heißer Fußball am Samstag in der Bezirksliga Oberfranken West vor dem vielerorts winterlichen Ostermontag, der zwei Partien ausfallen ließ: Mit seinem 3:1-Auswärtssieg beim Spitzenreiter TSV Sonnefeld brachte Verfolger FC Oberhaid wieder mehr Spannung ins Titelrennen. Im Kampf um den Klassenerhalt punktete der TSV Schammelsdorf (12.) mit einem 3:1 im Derby gegen die SpVgg Stegaurach (15.). Der TSV Breitengüßbach (9.) befreite sich mit zwei Siegen aus der Abstiegszone: 3:2 gegen den FC Mitwitz (5.) und 2:0 beim TSV Mön chröden (10.). Mit 1:2 musste sich die DJK Don Bosco Bamberg II (8.) der SpVgg Ebing (4.) geschlagen geben. Ein Tor reichte dem TSV Ebensfeld (3.) zum Heimsieg über den TSV Marktzeuln (14.). Mit 0:5 verlor der FSV Unterleiterbach (13.) zu hoch beim TSV Mönchröden. 2:2 spielte der SV Merkendorf (7.) gegen Kleintettau (11.).
TSV Schammelsdorf -
SpVgg Stegaurach 3:1

Verhalten der Beginn auf beiden Seiten, kein Team wollte ins offene Messer laufen. In der 30. Min. touchierte ein Schuss des Schammelsdorfers Pitzer die Querlatte. Keine 60 Sekunden später rettete Matthias Schneider, als der Stegauracher Stürmer durchgebrochen war. Dominik Kauder verwertete eine Freistoßflanke von Michael Massak in der 43. Min. Nach Wiederbeginn waren die Stegauracher schneller in der Partie. Erneut musste Matthias Schneider klären, diesmal mit dem Fuß, als Philipp Jäger im Strafraum abzog. Stegaurach glich nach gut einer Stunde durch einen sicher verwandelten Foulelfmeter von Christoph Rosenberger aus. Keine zwei Minuten später brachte Pascal Herbst mit einem satten Schuss den TSV erneut in Front. In der 70. Min. war es erneut Pascal Herbst, der die Führung auf 3:1 ausbaute. Danach tat sich nicht mehr viel vor beiden Toren.
DJK Don Bosco Bamberg II -
SpVgg Ebing 1:2
Die DJK II legte furios los. Bereits in der 1. Min. die große Chance zur Führung. Mit einem tollen Spielzug wurde der starke Schmauser freigespielt, der allein vor dem Ebinger Torwart Endres auftauchte, doch sein Heber verfehlte das Ziel knapp. Die Wildensorger blieben am Drücker, allerdings blieben große Möglichkeiten, bis auf einen Rosiwal-Freistoß, der an den Pfosten klatschte, aus. Die ersatzgeschwächten Ebinger zeigten Kampfgeist und waren immer mal wieder gefährlich. Ein fulminanter 40-m-Schuss von Funk, der mit Windunterstützung im Wildensorger Tor einschlug, brachte den Gästen in der 42. Min. die Führung. Erst ein Freistoß von Reck in der 79. Min. brachte das ersehnte 1:1. Fast postwendend nutzten die Ebinger die Unordnung im Defensivverbund der DJK. Fuchs war mit einem Treffer in den Winkel der Schütze des 1:2 in der 82. Min. Am Ende war der Sieg der Ebinger nicht einmal unverdient. Sie waren in den entscheidenden Momenten zielstrebiger, abgeklärter und sind im Rennen um Platz 2 weiter gut dabei. Die DJK Don Bosco II muss noch entschlossener auftreten, um die noch nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren.
SV Merkendorf -
ASV Kleintettau 2:2
Die Begegnung begann sehr verhalten, beide Teams wollten unbedingt ein frühes Gegentor vermeiden. Die Merkendorfer übernahmen nach gut 20 Minuten das Kommando, allerdings fehlte meistens die letzte Konsequenz im Angriff. In der 35. Min. war es dann doch so weit. Daniel Schulz erkämpfte sich den Ball und flankte in die Mitte. Benjamin Martin ging mit voller Wucht zum Kopfball und vollendete zum 1:0. Die Gäste versuchten jetzt mehr in der Offensive und wurden dafür schnell belohnt. Einen Konter nutzte Alexander Kunz zum Ausgleich (43. Min.). In Halbzeit 2 waren die "Schwarz-Gelben" tonangebend und erspielten sich gute Möglichkeiten. Nach klasse Vorarbeit von Roman Linzner war es wieder Martin, der erfolgreich abschloss (57.). In der 80. Min. klärte Frank Schneider einen Ball im Strafraum, zum Entsetzen der Gastgeber ertönte plötzlich ein Pfiff. Der Unparteiische hatte ein angebliches Handspiel gesehen und entschied auf Elfmeter für den ASV. Dieses Geschenk ließen sich die Gäste nicht nehmen. In der Schlussphase waren die Gäste dem 3:2 näher als der SVM.
TSV Ebensfeld -
TSV Marktzeuln 1:0

In dem durchschnittlichen Bezirksligaspiel bei widrigen Wetterbedingungen sahen die Zuschauer viel Leerlauf. Chancen wechselten sich zunächst auf beiden Seiten ab, dann neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend, so dass kaum Chancen zu verzeichnen waren. Allerdings präsentierten sich die Marktzeulner nicht wie ein Abstiegskandidat. Die Heimelf kam druckvoller aus der Kabine, erspielte sich Chancen. In der 58. Min. schoss der TSV Ebensfeld das vermeintliche 1:0, das der Linienrichter wegen einer Abseitsstellung von Yannik Gründel nicht anerkannte. Die Heimelf erarbeitete sich immer mehr Chancen, doch den finalen Abschluss verhinderte entweder die Zeulner Defensive oder man scheiterte am eigenen Unvermögen. Das erlösende 1:0 fiel in der 90. Min.: Ein Gründel-Freistoß aus dem Halbfeld fand Dominik Kremer. Der legte quer zu Popp, der eiskalt aus kurzer Distanz abschloss. Ebensfeld ist nun seit fünf Spielen ungeschlagen.
TSV Breitengüßbach -
FC Mitwitz 3:2

Der TSV Breitengüßbach fuhr einen enorm wichtigen "Dreier" durch ein Tor von Philipp Grasser in der 90. Min. ein. Zur Halbzeit stand es zwar nur 0:0, dennoch hatten die 110 Zuschauer in den ersten 45 Minuten eine sehr unterhaltsame und flotte Partie gesehen, in der beide Teams gute Chancen zur Führung hatten. In die Breitengüßbacher Drangphase nach der Pause mischte sich eine kalte Dusche: Erneut feuerte der Mitwitzer Florian Maurer einen Distanzschuss aufs TSV-Gehäuse ab - genau in den Winkel, da war für Torwart Dominic Schor nichts zu machen. Fünf Minuten später schlug der auffällige und agile Hannes Hümmer einen Freistoß in den Strafraum, den Abpraller von einem Mitwitzer Abwehrspieler drückte Philipp Grasser zum 1:1 über die Linie. Nach einer Ecke in der 65. Min. konnten die Güßbacher nicht klären, Christoph Müller setzte den Ball sehenswert mit der Hacke ins Tor. In der 80. Min. schlug der Güßbacher Torjäger Waldemar Mayer zu und köpfte aus kürzester Distanz die maßgenaue Flanke von Sebastian Kruppa sehenswert in den linken Torwinkel zum 2:2. Beide Mannschaften wollten unbedingt den Sieg, es entwickelte sich in den letzten zehn Minuten ein tolles Spiel. Nachdem in der 90. Min. Hannes Hümmer elfmeterreif im Strafraum gelegt worden war, blieb zwar der erhoffte Pfiff aus, doch den anschließenden Eckball konnten die Gäste nicht klären. Hannes Hummel brachte den Ball zu Philipp Grasser, der erneut nur einzuschieben brauchte. Hektisch wurde es in der Nachspielzeit, als ein Mitwitzer im Güßbacher Strafraum zu Fall kam. Nach heftigen Reklamationen gab es nur einen (erfolglosen) Freistoß im TSV-Strafraum. Wie sich herausstellte, aber nicht wegen des Foulspiels, sondern wegen der Sechs-Sekundenregel des Torhüters - angeblich hatte Schor den Ball zu lange in den Händen gehalten.
TSV Sonnefeld -
FC Oberhaid 1:3

In der ersten Viertelstunde konnte sich keins der beiden Spitzenteams einen Vorteil erspielen. Robust gingen die Sonnefelder zu Werke. In der 18. Min. unterlief FCO-Schlussmann Jan Griebel einer seiner sehr wenigen Fehler in dieser Saison, als ihm eine Flanke von rechts aus den Händen glitt. Yesilyurt war zur Stelle und schob zur TSV-Führung ein. Der FCO kam immer besser ins Spiel und zu Chancen. Innerhalb von zwei Minuten leistete sich der Sonnefelder Sturmführer Yesilyurt zwei schwere Fouls und musste daraufhin kurz vor der Pause das Spielfeld mit "Gelb-Rot" verlassen. Nach der Pause drängte der FCO vehement auf den Ausgleich. In der 70. Min. erkämpfte sich Cristopher Hümmer den Ball im offensiven Mittelfeld, spielte auf Marcel Kutzelmann. Der spielte seinen bekannten tödlichen Pass auf Pascal Seidelmann, der allein auf das von Torwart Patrick Jauch gehütete Tor zulief und dem Keeper beim Abschluss keine Chance ließ. Zwei Minuten später bekam der FC einen Freistoß 25 bis 30 m vor dem TSV-Tor auf der rechten Außenbahn zugesprochen. Björn Vogel legte sich das Leder zurecht und jagte den Ball mit solcher Wucht ins Netz, dass selbst seinen Mitspielern vor Staunen der Mund offenstand. Nun spielten die Oberhaider immer souveräner und abgeklärter. Den krönenden Abschluss bildete in der 89. Min. ein Tor der Marke Kutzelmann. Vier oder fünf Gegenspieler ließ er auf engstem Raum stehen und versenkte dann das Leder im langen Eck. Der FCO zeigte auf dem sehr schwer bespielbaren, holprigen Platz eine geschlossene Mannschaftsleistung.
TSV Mönchröden -
FSV Unterleiterbach 5:0
Die Mönchrödener Erfolgsgaranten waren die Doppeltorschützen Walter und Späth. Wicht steuerte einen Treffer bei. Die Unterleiterbacher versteckten sich keineswegs, besonders in der ersten Halbzeit hatten sie gute Torgelegenheiten. Früh fiel das 1:0: Eine weite Flanke von Kirtay legte Späth gekonnt für Walter auf, und dieser hatte keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz ins leere Tor zu schieben. F. Schmuck traf für den FSV den Pfosten, die anschließende Ecke brachte nichts ein. Beim Gegenzug setzte sich Späth in der Mitte durch, sein Flachschuss schlug im rechten Eck ein. Von einer Aufgabe der Unterleiterbacher war nichts zu bemerken. Vor dem 3:0 setzte sich Walter erneut in der Mitte durch, mit einem Lupfer ließ er Torsteher D. Schmuck keine Abwehrchance. Gästeakteur Schneider vergab die große Chance zu verkürzen. Sein Foulelfmeter war jedoch zu hoch angesetzt. Unterleiterbach blieb gefährlich. Die Hüttl-Elf bestimmte weiter das Geschehen, der FSV wirkte in der Offensive nicht mehr so zielstrebig wie vor der Pause. Dem 4:0 ging ein raffiniert getretener Freistoß von Cannone voraus, der nach vorne geeilte Wicht stand goldrichtig und verwertete den Abpraller. In der Schlussphase handelte sich Stutzki die Rote Karte ein. Für das 5:0 war der agile Walter nach Vorarbeit des eingewechselten Schmidt verantwortlich.
TSV Mönchröden -
TSV Breitengüßbach 0:2
Erneut nahm ein Gast, der nicht stärker als die Heimelf war, drei Punkte aus dem "Wildpark" mit. Der Grund: Breitengüßbach schoss, wenn auch glücklich, zwei Tore. Die "Mönche" hatten nach dem 5:0-Sieg über Unterleiterbach am Samstag ihr Pulver dagegen verschossen. Hübner hatte die erste Möglichkeit bereits nach zwei Minuten, war aber überrascht nach einer zu kurzen Rückgabe. Auch Späth scheiterte in aussichtsreicher Position. In der 33. Min. ein dankend angenommener Foulelfmeter für die Gäste: Phillip Grasser verwandelte sicher. In der zweiten Hälfte versuchten die Platzherren, die Partie zu drehen, hatten ein Übergewicht, aber dadurch bot sich den Gästen mehr Raum zum Kontern. Zehn Minuten vor dem Ende knallte Melsa einen Freistoß aus 30 m zum 0:2 ins Eck. red/bo