von unserem Mitarbeiter Markus Häggberg

Bad Staffelstein — 70 x 27. Auf diese zu zahlende Summe lautete der Strafbefehl, der wegen Körperverletzung gegen einen 32-jährigen Bad Staffelsteiner erging. Der Mann soll während eines Bockbieranstichs in einer Gaststätte des Staffelsteiner Umlands, einem Gast "eine Gerade" versetzt und ihm dabei die Nase gebrochen haben. Dagegen legte der Staffelsteiner Einspruch ein, weil er sich nicht als allein schuldig betrachtete. Einen Einspruch, den er aber nach kurzer Verhandlungsdauer selbst wieder zurücknahm.
"So um 1 Uhr wollte ich auf das Klo - da war ein schlechtes Durchkommen", so der Beschuldigte zu den Umständen, die zur Tat geführt haben. Eben weil er nicht habe durchkommen können, sei es zu einem Gespräch mit zwei im Wege stehenden Personen gekommen. Eine dieser Personen habe ihm dann einen Schlag versetzt, worauf er versucht habe, "die Biege zu machen". Die Erinnerungen eines Mannes aus Nürnberg, dessen Wurzeln in Bad Staffelstein liegen, waren andere. Dem Mann, der Leidtragender des Vorfalls war, wurde die Nase gebrochen. Aber anstatt diese Schuld einzuräumen, soll der 32-Jährige darauf gedrungen haben, eine Vereinbarung mit dem Opfer zu finden. Dahingehend, dass man aus dem Schlag einen Sturz machen und dies der Krankenkasse so melden wollte. Dies wollte das Opfer aber nicht.
Nachdem all diese Punkte zur Sprache kamen, räumte Richter Christoph Lehmann dem Angeschuldigten Zeit ein, darüber nachzudenken, ob er den Einspruch nicht zurücknehmen wolle. Das tat der 32-Jährige und erklärte sich somit bereit, die 1890 Euro zu bezahlen.