Die Entwicklung beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Coburg zeigt nach oben. Bei der Jahresversammlung bilanzierte Vorsitzender Hans-Joachim Lieb das vergangene Jahr. Der ASB hat nun etwas mehr als 500 Mitarbeiter und verzeichnete im Jahr 2019 einen Umsatz von 16 Millionen Euro. "Damit gehören wir sicher zu den 30 größten Arbeitgebern in Stadt und Landkreis Coburg", sagte Lieb.

Jeden Tag betreut die Sozialstation in Stadt und Landkreis Coburg auf 28 Touren mehr als 450 Patienten, bei der Hauswirtschaft sind es auf 18 Touren 400 Kunden. Positiv auch die Entwicklung beim Betreuungsverein: In Coburg und Lichtenfels leisten die sechs Mitarbeiter über 200 Betreuungen.

Der Fuhrpark der Samariter hat zum Jahreswechsel zum ersten Mal die 100er-Marke überschritten. Die Hälfte der Fahrzeuge sind im Fahrdienst eingesetzt. Mit 31 017 Individualfahrten wurden 78 363 Personen befördert und 1,5 Millionen Kilometer zurückgelegt. "Das entspricht etwa der Zahl der erwachsenen Einwohner des Landkreises Coburg", verglich Hans-Joachim Lieb. Von ernsten Unfällen sei man verschont geblieben. Ärgerlich aber sei, dass seit August vergangenen Jahres ein Reifenstecher immer wieder den ASB heimsuche. 19 Reifen seien nachts aufgeschlitzt oder mit Schrauben beschädigt worden.

Der Rettungsdienst mit Rettungswagen, Notarzt und Krankentransport verzeichnete im letzten Jahr 7117 Einsätze. Zusätzlich wurde der Sanitätsdienst bei 75 Veranstaltung gestellt. Die Prognosen für die im Mai letzten Jahres in Weidach eröffnete Tagespflege und die Pflegewohnungen hätten sich erfüllt, die Plätze seien fast alle belegt. Ein weiteres Service-Wohnen werde in Rödental gebaut, sagte Lieb. Der Hausnotruf sei eine Erfolgsgeschichte des Coburger ASB. Inzwischen seien mehr als 1800 Anschlüsse installiert und auch der Ausbildungsbereich boome. Mehr als 5600 Teilnehmer wurden bei den Erste-Hilfe-Kursen im vergangenen Jahr gezählt.

Am Ernestinum, Casimirianum und Albertinum, an der Staatlichen Realschule CO II sowie an der Schule in Meeder ist die Organisation in der Sanitätsausbildung engagiert. Wegen der Corona-Pandemie, so teilte Jugendleiter Johannes Schubert mit, sei der Schulsanitätsdienst bis Januar nächsten Jahres ausgesetzt. cw/asb