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Kronach
Tanzkurs

Boogie-Woogie-Fans bekommen nicht genug

Schulterbreite Position, Füße etwas auseinander. Eins - zwei, links - rechts, Stützschritt rückwärts. Erst langsam und dann immer schneller geben die Tanztr...
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Kathrin Jakob und Dirk Schwab zeigen die Schritte.  Foto: HeikeSchülein
Kathrin Jakob und Dirk Schwab zeigen die Schritte. Foto: HeikeSchülein
Schulterbreite Position, Füße etwas auseinander. Eins - zwei, links - rechts, Stützschritt rückwärts. Erst langsam und dann immer schneller geben die Tanztrainer Kathrin Jakob und Dirk Schwab die Grundschritte vor.
Schon kommt Bewegung in die Turnhalle der Lucas-Cranach-Grundschule. Zu den Klängen von Shakin' Stevens setzen sich die zwölf Tanzpaare in Bewegung. Die Herren umfassen ihre Dame mit dem rechten Arm, während sie mit ihrer linken Hand die rechte Hand ihrer Tanzpartnerin nehmen. Die Dame wiederum legt ihre linke Hand auf den Oberarm des Partners. Dann geht es los: Im Sekundentakt wird gewippt, getwistet und sich gedreht. Das Flair der 1950er Jahre: Es ist wieder da! So locker-flockig wie der Swingtanz selbst, war auch der vom ATSV Kronach initiierte Boogie-Woogie-Anfängerkurs.
An acht Abenden entführten die lizenzierten Tanztrainer zwölf begeisterte Tanzpaare zurück in die Zeit der Petticoats, Haartollen & Co.


Fußarbeit ist das A und O

Beim Boogie Woogie steht die Fußarbeit im Mittelpunkt. "Neben dem Aufzeigen der Schrittfolgen wollen wir den Teilnehmern aber vor allem auch den Spaß an der Musik und die Freude an der Bewegung vermitteln", erklären Kathrin und Dirk, die seit Februar 2011 gemeinsam bei der Boogie-Gang des TSC Roth tanzen. Boogie Woogie könne leicht erlernt und mit fortschreitender tänzerischer Erfahrung weiter ausgebaut werden, so die Trainer. Boogie Woogie entstand in den 1940er und 50er Jahren. Amerikanische Soldaten brachten nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Musik - Rock'n'Roll, Boogie, Swing und Jazz - in die deutschen Clubs. Viele Tanzlehrer lehnten damals Swingtänze allerdings ab, da sie als "unmoralisch" verrufen waren.
Dass Boogie Woogie kein Alter kennt, zeigt das "jung gebliebenste" Tanzpaar Hubert Landeck mit 79 Jahren sowie seine fünf Jahre jüngere Tanzpartnerin Heike Bär: "Am Anfang war es schon etwas schwierig, in die Musik reinzukommen." Mit der Zeit sei es jedoch immer besser gegangen.
Nahezu alle der zwölf Paare wollen dem Swingtanz weiter frönen und den wieder freitags stattfindenden Fortsetzungskurs besuchen.