Michelau — Im gewohnten Rahmen fand die Jahresversammlung der Michelauer Schützengesellschaft statt. Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) fungierte als Wahlleiter bei den Neuwahlen, die gegenüber den Vorjahren keine wesentlichen Veränderungen brachten. Wie bei vielen Vereinen beschäftigte die Schützen die Frage, wie man der Überalterung der Gesellschaft entgegenwirken kann.

Drohende Überalterung

Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang, ob man das Bogenschießen bei der SGM wieder neu beleben soll. Schon im Jahr 2001 hatte es bei den Michelauer Schützen erste Versuche in diese Richtung gegeben. Damals wurden mehrere Bogenscheiben angeschafft und im Freien in direkter Nachbar-schaft zum Schießsportzentrum ein kleiner Übungsplatz eingerichtet. Nach und nach ließ dann jedoch das Interesse an der neuen Disziplin wieder nach. Es fehlte an einem geeigneten Trainer und an regelmäßigen Übungsstunden.

Trainer vonnöten

Grundsätzlich war man sich in der Versammlung darüber einig, dass das Bogenschießen durchaus geeignet sein könnte, das Interesse neuer Mitglieder, vor allem der Jugend, am Schießsport zu wecken. Voraussetzung ist jedoch, dass ein geeigneter Trainer oder Betreuer mit entsprechenden Kenntnissen gefunden wird. Hier will man versuchen, entsprechende Kontakte herzustellen.
Dabei mangelt es den Michelauer Schützen nicht an entsprechenden Aktivitäten. "Welcher Schützenverein in der Umgebung bietet seinen Mitgliedern einen Zehn-Meter-Luftgewehr- , einen 25-Meter-Kurzwaffen- und einen 50-Meter-Lang- und Kurzwaffenstand an?", fragte der Oberschützenmeister Fritz Turnwald unter Hinweis auf das Michelauer Schießsportzentrum in seinem Jahresbericht.
Aktuell zählt der Verein 82 Mitglieder, darunter zwei Jugendliche. Die Mitgliederzahl und somit die Vereinsbeiträge sind nach jahrelangen Rück-gängen 2014 stabil geblieben. Doch die Einnahmen aus dem Gaststättenbetrieb sind rückläufig. Es wird immer schwieriger, das Schießsportzentrum zu erhalten.
Fritz Turnwald dankte hier den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, die viele Stunden ihrer freien Zeit für die Bewirtung und die Instandhaltung der Räumlichkeiten opfern. Dies ändere aber nichts an den laufenden Kosten und den Sonderausgaben. So waren die Heizung und der Kompressor für die Kühltheke defekt und auch der Gastank für die Heizung musste neu gefüllt werden.

Schützenfest wieder im Juni

Für das Jahr 2015 wurde ein Terminplan mit zahlreichen internen und allgemeinen Terminen verteilt. Für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind dabei die Schützenfesttage, die von Freitag, 19. Juni, bis einschließlich Montag, 22. Juni, auf dem Gelände am Michelauer Schießsportzentrum stattfinden.
Von beeindruckenden Erfolgen auf Oberfrankenebene konnte der Schützenmeister Lorenz Stettner berichten. Er überreichte die Urkunden an die erfolgreichen Schützen.
Bei der oberfränkischen Meisterschaft 2014 gab es einen ersten Platz für Fritz Turnwald mit 397 Ringen (Luftgewehr, Körperbehinderte), zwei zweite Plätze für Lorenz Stettner (Luftgewehr Seniorenklasse B) mit 369 Ringen und für die 1. Mannschaft mit Lorenz Stettner, Konrad Laux, Fritz Turnwald (KK-Liegendkampf Seniorenklasse), die 1670 Ringe erzielte. Zwei dritte Plätze vervollständigten den Erfolg durch Fritz Turnwald (KK Liegendkampf Seniorenklasse), 572 Ringe, und die Mannschaft mit Konrad Laux, Erwin Köhlerschmidt, Fritz Turnwald (KK-Gewehrauflage Seniorenklasse A) mit 836 Ringen.

Kaum Veränderungen

Ergänzt wurde der Bericht des Oberschützenmeisters und des Schützenmeisters durch die Berichte der übrigen Bereichsleiter, des Kassiers und der Kassenprüfer. Hier gab es keinerlei Beanstandungen, sodass Kassier und Vorstand entlastet werden konnten. Entsprechend einmütig verliefen auch die Neuwahlen. Sowohl im engeren Vorstand als auch im Vereinsausschuss gab es keine nennenswerten Veränderungen. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Oberschützenmeister Fritz Turnwald, Schützenmeister Jörg Stettner, Stellvertreter Lorenz Stettner, Kassier Renate Turnwald, Stellvertreterin Inge Minschke, Schießleiter Konrad Laux, Stellvertreter Erwin Köhlerschmidt, Jugendleiterin Jennifer Laux, Stellvertreter Konrad Laux, Schriftführer Walter Füglein, Stellvertreterin Christine Grund. In den Vereinsausschuss wurden gewählt: Christian Schug, Martin Braun, Rosemarie Schug, Edeltraut Bauer, Cornelia Gagel, Claudia Seiler, Monika Freitag, Helga Grastat, Ingwerd Ladendorf, Oliver Negwer und Kevin Seiler. Als Kassenprüfer fungieren Christine Grund, Georg Himmel und Markus Lieke. Die Fahnenabordnung wird von Oliver Negwer, Kevin Seiler, Walter und Markus Titze sowie Konrad Laux gebildet.

Langjährige Mitglieder geehrt

Dem Ehrenrat gehören Lorenz Stettner, Walter Füglein, Helmut Fischer, Walter Titze und Karl-Heinz Lieke an. Mehrere Vereinsmitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft im BSSB geehrt: Die Ehrennadel für 40 Jahre erhielten Eduard Kirchler und Margot Titze. Für 25 Jahre wurden Brigitte Köhlerschmidt, Renate Turnwald, Gerhard Pohl und Markus Titze ausgezeichnet. Klaus Gagel