Wenn es wärmer wird, versuchen Amphibien wie Frösche, Kröten, Salamander, Unken und Molche, zu ihren Laichgewässern zu kommen. Oft trennen jedoch Straßen diese Gewässer von den Winterquartieren der Tiere. Organisationen wie der Bund Naturschutz (BN) und viele ehrenamtliche Tierfreunde versuchen, den Amphibien über die Straßen zu helfen, indem sie sie an Schutzzäunen an den Straßenrändern einsammeln.
Wie es in einer Pressemitteilung der BN-Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach heißt, macht sich mittlerweile der Klimawandel bemerkbar, denn die Tage der Wanderung verschieben sich immer mehr nach vorne. Vor Jahren begann die Amphibienwanderung durchwegs erst Mitte März, in den letzten Jahren aber bereits Ende Februar bis Anfang März. Deswegen habe man bei der Regierung Mittelfranken einen Antrag auf einen vorzeitigen Beginn der Sammelaktionen eingereicht, der auch genehmigt wurde. Es gebe aber Probleme mit dem Kreisbauhof. Immer Ende Februar sei der Bauhof schwach besetzt, da die vielen im Winterdienst geleisteten Stunden abgefeiert werden.
"Zum Nachteil der Amphibien", wie Helmut König, der Kreisvorsitzende des BN, feststellt. "Bereits im letzten Jahr gab es eine ähnliche Situation", so König. "Da wurde bereits Landrat Alexander Tritthart gebeten, den Aufbau der Zäune ein wenig vorzuziehen. Das wurde auch dankenswerterweise von ihm unterstützt."


Bauhof steht nicht zur Verfügung

Jetzt seien wieder warme Tage angekündigt, aber der Bauhof stehe für die Aufstellung der Zäune und die Regelung des Straßenverkehrs für die entsprechenden Straßen nicht zur Verfügung. "Wir haben daher nun unseren Landrat schriftlich gebeten, die Aufbauarbeiten zukünftig noch in das Ende des Winterdienstes einzuplanen", erklärt der Kreisvorsitzende.
Im Gebiet der Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach befinden sich Amphibienzäune auf den Kreisstraßen ERH 5 (Röttenbach und Baiersdorf), ERH 15 (Nankenhof und Oberreichenbach), ERH 22 (Ailsbach und Buchfeld), ERH 25 (Niederndorf - Obermichelbach), ERH 27 (Ailersbach - Boxbrunn) und ERH 34 (Mühlhausen und Albach, Richtung Reichmannsdorf) sowie auf den Gemeindestraßen von Hemhofen (Hemhofen - Zeckern, Köhlerstraße), Gemeinde Großenseebach (Großenseebach - Untermembach) und Gemeinde Heßdorf (Niederlindach - Hesselberg).
Der BN bittet Verkehrsteilnehmer neben der Beachtung der Tipps in der Infobox auch um Mithilfe: Wer eine Stelle entdeckt, an der viele Amphibien überfahren wurden und an der kein Schutzzaun errichtet ist, soll dies per E-Mail an hoechstadt-herzogenaurach@bn.de mitteilen. red