Es darf als ziemlich sicher angenommen werden, dass Blumenrod älter ist als 700 Jahre. Doch, wie etliche andere Dörfer in der Region ebenso, wurde der Ort 1317 nach heutigem Kenntnisstand erstmals in einer Urkunde erwähnt. Das gilt. Daher wird heuer die 700 jährige Geschichte von Blumenrod gefeiert. Der Haupttag der Jubiläumsfeier ist am Donnerstag, dem Feiertag Fronleichnam. Aber die Helfer der Dorfgemeinschaft beschäftigt das Jubiläum schon viel länger.
Es gehörte schon zu den letzten Handgriffen der Festvorbereitung, als Gerd Mücke zusammen mit Andrea Höhn und Wolfgang Völk am Wochenende eine Ausstellung vorbereitete, die während der Feierlichkeiten in der Schmiede des Dorfes zu sehen sein wird. Und es gibt noch mehr, was die Besucher dort neben Bildern aus Jahrzehnten in der Gemeinde bestaunen können.
Viele alte Werkzeuge sind vorhanden und können auch in Aktion erlebt werden. Aber auch einem Drechsler und einem Holzschnitzer können die Gäste der Blumenroder an diesem Tag über die Schulter schauen, wenn die Handwerker ihre Kunst demonstrieren.


Feiern mitten im Ort

Direkt in der Ortsmitte beginnt der Blumenroder Ehrentag mit einer Feierstunde. Dazu gehört auch eine Andacht mit Anneliese Mann. Für die musikalische Ausgestaltung sorgt die Chorgemeinschaft Blumenrod/Oeslau. Am Nachmittag spielt der Musikverein Rödental auf, und es gibt Aktionen wie ein Spiel mit der Feuerwehrspritze oder Tauziehen, Kinderschminken und Kinderflohmarkt. Die Gäste können Luftballonkarten ausfüllen, ehe sie um 16 Uhr alle gleichzeitig ihre Ballons aufsteigen lassen, um dann darauf zu hoffen, dass jemand ihren Ballon findet und die Karte zurückschickt.
Wer beim Besuch der Schmiede und der dortigen Bilderausstellung "Blumenrod gestern und heute" Lust bekommen hat, sich noch mehr mit der Geschichte des Ortes zu beschäftigen, der findet viel Wissenswertes über den Ort in einer Chronik, die mit viel Aufwand in den vergangenen Monaten zusammengestellt und gedruckt worden ist. Das mehr als 200 Seiten starke Werk steckt voller Beiträge zur Geschichte von Blumenrod. Es sind aber auch sämtliche Anwesen abgebildet. Oft zusammen mit ihren Bewohnern.


Hoher Erinnerungswert

Das, findet Gerd Mücke, macht es besonders reizvoll, sich ein Exemplar zu kaufen. "Wenn man das dann in 20 oder 25 Jahren mal wieder zur Hand nimmt, ist das schon eine tolle Erinnerung", findet er.
Nur mit der fleißigen Zuarbeit zahlreicher Helfer und Autoren, vor allem aber durch die Unterstützung von Sponsoren konnte es gelingen, ein derart aufwendiges Druckwerk auf die Beine zu stellen, betont Gerd Mücke.
Natürlich wird die Chronik am Festtag verkauft. Sie ist aber auch im Rathaus der Stadt Rödental, bei Schreibwaren Hofmann und direkt bei Gerd Mücke in Blumenrod zu bekommen. Über 200 Exemplare sind schon jetzt verkauft.
Die Schützen des Zimmerstutzenvereins feiern übrigens zusammen mit dem Dorf Jubiläum. Ihr Verein besteht nämlich immerhin auch schon seit 125 Jahren.