Es tut sich was in Punkto Naturschutz im heimatlichen Bereich. Zu den Menschen, die sich darum kümmern, gehört auch Johannes Konrad. Der Jungimker und seine Familie haben sich dazu entschlossen, eine Kooperation zwischen Landwirtschaft und Imkerei einzugehen. So wurde ein Gewässerschutzstreifen, der zur Senkung des Nitratgehaltes beim Grundwasser dient, am Kapellenbach angelegt.

Der junge Imker hat sich dazu entschlossen eine spezielle Blühmischung anzusäen. Hierzu wurde Saatgut mit über 45 insektenfreundlichen Pflanzen ausgesät. Durch zeitlich nacheinander blühende Pflanzen steht den Bienen ein reichhaltiges Angebot an Pollen und Nektar zur Verfügung, erklärt Johannes Konrad. Auch anderen Insekten wie Hummeln, Wildbienen und Schmetterlingen dient dieser Streifen als eine wahre Tankstelle vor allem in den heißen Sommermonaten. Über diese Entwicklung freuen sich natürlich auch der Kreisverbandvorsitzende der Imker, Stefan Ruppenstein, und Hauke Petersen vom Amt für Landwirtschaft. Im Moment blühen Senf, Phacelia, Möhren und Sonnenblumen. Von Altenkunstadt in Richtung Pfaffendorf ist die Blühfläche direkt am Radweg beschildert.

Derartige Aktionen machten sich für die Imkerei bemerkbar, stellt Johannes Konrad fest. So sei die "Sommertracht" der Bienen vom Ertrag her höher gewesen als in den Vorjahren. Insgesamt erhöhten Blühstreifen auch die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber der Landwirtschaft wieder. rdi