von unserem Mitarbeiter 
Sebastian Schmitt-Mathea

Bad Brückenau — Mit Artikel 5 des Grundgesetzes eröffnete Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) die Sitzung des Stadtrats: "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten." Im Rahmen einer Schweigeminute gedachten die Kommunalpolitiker dann den Opfern der Terroranschläge in Frankreich. "Es ist wichtig, dass wir ein Zeichen setzen für Pressefreiheit und gegen den Terrorismus. Solche Zeichen sollten überall gesetzt werden", sagte die Rathaus-chefin.
Das Gremium hatte im öffentlichen Teil ein umfangreiches Pensum zu absolvieren. Joachim Manke von der Forstverwaltung Rupboden GmbH stellte den Jahresbetriebsplan für den städtischen Wald vor. Heuer ist eine Holzernte von 1600 Festmetern vorgesehen. Zudem ist eine Bestandsbegründung mit 5000 Wildlingen aus eigenem Bestand geplant. Bei geschätzten Erträgen in Höhe von 127 000 Euro und kalkulierten Ausgaben von 108 790 Euro soll sich im Jahr 2015 ein Überschuss von 18 210 Euro ergeben, der dem Stadtsäckel zugute kommt. Die Holzernte aus dem vergangenen Jahr ist bereits komplett verkauft.

Nachhaltigkeit nicht gefährdet

"Angesichts des guten Bestandes im städtischen Gemeindewald ist die Nachhaltigkeit nicht gefährdet", sagte Manke.
Nachfragen gab es von den Stadträten zu dem bewaldeten Streifen zwischen Bundesstraße 27 und dem Brückenauer Gewerbegebiet Buchrasen. Weil das Gremium überzeugt ist, dass die Vermarktung des Buchrasens durch die verdeckte Sicht sehr erschwert wird, regten die Räte eine Holzernte beziehungsweise eine Rodung in dem besagten Areal an. Manke machte klar, dass die Regierung von Unterfranken hierbei wohl nicht zustimmen werde, weil Rodungsanträge nur "schwer durchzubekommen sind".

Möglichkeiten ausloten

Die Nutzung würde sich in dem schmalen Streifen schließlich vollkommen verändern - vom gesunden Baumbestand hin zu einem Industriegebiet. Meyerdierks will das Ansinnen der Räte dennoch noch einmal aufgreifen und Möglichkeiten ausloten. Auch die Bürgermeisterin ist überzeugt davon, dass der schmale bewaldete Streifen entbehrlich beziehungsweise sogar hinderlich ist.
Unklar ist noch, in welcher Höhe Fördermittel für die Jungwuchspflege im Stadtwald fließen werden. Manke stellte klar, "dass wohl ein Teil von der Stadt getragen werden muss."