Das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum Bundeswehr (VNAusbZBw) übt vom 24. bis 30. Juni 2021 im Raum Hammelburg - Gemünden/Main. Die Übung unter dem Namen "Blue Banner 3" bildet den Abschluss des nationalen Militärbeobachter-Lehrgangs. Für die 27 Übungsteilnehmenden stellt die Übung den Höhepunkt ihrer Ausbildung zum "United Nations Military Observer" dar. Mit diesem Lehrgang leistet das VNAusbZBw einen wichtigen Beitrag zur Bereitstellung von ausgebildetem Fachpersonal für Einsätze unter dem Mandat der Vereinten Nationen, heißt es in einer Pressemitteilung des VNAusbZBw.

Dabei ist auch der Umgang mit der Zivilbevölkerung ein wichtiges Ausbildungsthema. Vor diesem Hintergrund findet die Abschlussübung in Ausschnitten bewusst außerhalb des Truppenübungsplatzes Hammelburg statt. So wird für die Lehrgangsteilnehmenden ein möglichst realistisches Bild geschaffen.

Während der Übung müssen die zukünftigen Militärbeobachter zahlreiche Situationen meistern, die ihnen möglicherweise auch bei ihren Einsätzen begegnen werden. Dazu gehört beispielsweise der Umgang und die Verhandlung mit den Führern der örtlichen Konfliktparteien. Die Berücksichtigung der allgemeinen Lebensumstände in den heutigen Kriegs- und Krisengebieten ist dabei ebenfalls wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. "Wer diese Übung durchlaufen hat, kann danach auch im fordernden Einsatz bestehen", sagt Oberst Klaffus, der Kommandeur Vereinte Nationen Ausbildungszentrum Bundeswehr aus Hammelburg.

Einsatz unbewaffnet

Nach erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs werden die Teilnehmenden weltweit in Krisenregionen entsandt, um dort zur Stabilisierung der Sicherheitslage beizutragen. Allerdings findet der Einsatz unter besonderen Bedingungen statt. "Die United Nations Military Observer sind grundsätzlich unbewaffnet - ihre Waffe ist das Wort", betont Oberst Klaffus.

Zahlreiche weiße UN-Geländewagen, aber auch gepanzerte Transportfahrzeuge, ein Hubschrauber und sogar Motorboote auf dem Main werden im Übungsraum zu sehen sein. Das VNAusbZBw bedankt sich bereits im voraus für das Verständnis der lokalen Zivilbevölkerung und bittet, mögliche Behinderungen zu entschuldigen. red