Eine einst in der Fränkischen Schweiz durchaus weit verbreitete Tradition, den Kathreintanz, ließ die Blasmusik Kirchenbirkig wiederaufleben. Combo-Chef Alfons Neuner war mehr als zufrieden mit dem Zuspruch im Saal des Landgasthauses Zu den Alten Deutschen in Kleingesee.
"Schon beim Einzugsmarsch herrschte prächtige Stimmung. Vor allem imponierte uns, dass alle Altersgruppen vertreten waren und von Anbeginn kräftig auf der Tanzfläche mitwirkten", so Neuner.
Der Traditionstanz hat seine Ursprünge in der alpenländischen Region, wurde aber früher auch in ganz Franken, vor allem in katholischen Gegenden gefeiert.
Die Bezeichnung geht auf die heilige Katharina von Alexandrien zurück, die zu den vier großen heiligen Jungfrauen zählt und als Schutzpatronin der Schüler sowie der Näherinnen und Schneiderinnen gilt. Ihr Gedenktag ist am 25. November, deshalb bildet der Kathreintanz am Samstag davor den Abschluss der volkstümlichen Tanzsaison vor dem Advent.
Dieser wiederum diente einst analog zur Fastenzeit vor Ostern als Bußzeit und Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Früher waren daher öffentliche Tanzveranstaltungen verboten. Im Volksmund sind mit "Kathrein stellt den Tanz ein" und "Vom Kathreintag an bis Erscheinung des Herrn bleiben Bass und Geigen eingesperrt" zwei Merksprüche überliefert.
Bandleader Neuner steht einer Neuauflage im kommenden Jahr positiv gegenüber: "Die Wurzeln des Kathreintanzes erkennt man auch an der Tanzfolge. Diese enthält typische Volkstänze gemischt mit Rundtänzen wie Walzer, Polka oder Bayrisch-Polka. Wir sind froh und stolz, dass unsere Idee, diese altfränkische Tradition wiederzubeleben, so gut angenommen wurde."