Eine besondere Überraschung erlebten die Höchstadter auf ihrer Bittprozession am Sonntag. Auf dem Weg wurde eine historisch wertvolle, klassizistische Monstranz aus dem Fundus der Stadtpfarrei mitgetragen. Sie stammt aus dem Nachlass des Ritter von Spix aus dem Jahre 1827.
Der als Brasilienforscher bekannte Sohn Höchstadts vermachte aus seinem Vermögen seiner Heimatpfarrei St. Georg diese Kostbarkeit. An jedem Altar erteilten die Geistlichen mit dieser Monstranz den Segen. Im passenden Ambiente des kleinen Innenhofes vom Wohn- und Geschäftshaus am Vogelseck, direkt neben Kreiskrankenhaus und Medizinzentrum, gedachte man in den Gebeten der Kranken, Pflegebedürftigen, Sterbenden und Notleidenden sowie aller, die sich um sie kümmern. Für Stadt und Pfarrgemeinde sowie um Schutz vor Gefahren und um eine gute Ernte betete man an den weiteren Altären.
Alle Figuren, die Fahnen der Zünfte und Vereine, Hilfsdienste und Feuerwehr waren wieder wie am Fronleichnamsfest Bestandteil der Prozession. Nur der Weg gestaltete sich traditionellerweise wesentlich kürzer quer durch die Altstadt, was eine Prozessionsteilnehmerin zu der Bemerkung hinriss: "Kleiner, aber feiner!" LM