"Wir können heute mehrere Mitglieder für 65 Jahre Treue zu unserem Verband ehren. Damit seid ihr länger Mitglieder der Kolpingsfamilie, als manche von uns hier alt sind!" Mit diesen launigen Worten eröffnete Vorsitzender Matthias Simon den Reigen der Ehrungen bei der Kolpingsfamilie im Rahmen des Kolpinggedenktages.

15 Mitglieder wurden für zusammen mehr als 700 Jahre Mitgliedschaft bei der Kronacher Kolpingsfamilie geehrt. Daneben wurden fünf Mitglieder neu in den Verein aufgenommen. Beides, der Blick zurück in die Geschichte und der Blick nach vorne, sei wichtig, wenn der Verein eine Zukunft haben wolle, sagte der Vorsitzende bei seiner Begrüßungsrede.

Ein Festgottesdienst, den der Präses, Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber, mit seiner Kolpingsfamilie feierte, ging der Festversammlung voraus. Zu dieser hatten sich mehr als 60 Mitglieder im Kronacher Pfarrzentrum versammelt, um ihres Gründervaters Adolph Kolping zu gedenken.

"Zeit zu handeln!"

"Es ist keine Zeit zu feiern, zuzuschauen, gewähren zu lassen, bloß zu jammern und zu klagen, sondern es ist Zeit zu handeln!" Mit diesen Worten Adolph Kolpings eröffnete der Vorsitzende die Gedenkfeier und erinnerte an die gesellschaftliche Verantwortung, die alle Kolpingmitglieder hätten.

Antisemitische und radikale Tendenzen wie sie heute auch in Deutschland wieder an der Tagesordnung seien, dürften nicht einfach hingenommen werden. Vielmehr sei es Aufgabe aller Bürger, die sich auf ein christliches Wertefundament berufen, sich diesen Tendenzen entschieden entgegenzustellen und Position zu beziehen. Dieser Gedanke ist auch ein zentraler Inhalt des neuen Jahresprogrammes, das im Rahmen des Gedenktages vorgestellt wurde.

Nach den Ehrungen und den Neuaufnahmen besuchte der Nikolaus die Kolpingsfamilie und beleuchtete das vergangene Vereinsjahr aus seiner Perspektive. Neben Lob für die vielfältigen Aktivitäten des Vereins hatte er auch Geschenke für die Kinder im Gepäck.

Neu in die Kronacher Kolpingsfamilie aufgenommen wurden als Mitglieder Jörg Schnappauf, Sophie, Chiara und Philipp Mitter und Florian Fiedler. Msi