Zum Artikel "Der Kreisel bekommt neue Rosen", FT vom 23. Juni:

Friesen stand in den letzten Tagen nicht nur im Fokus der städtischen Politik, sondern machte auch medial in den Tageszeitungen auf sich aufmerksam. Man könnte daher nun sowohl zum Projekt der Dorfscheune wie auch zur begrünten Parkzone in der Grünen Au einiges anmerken. Ich möchte aber an dieser Stelle dem SPD-Ortsverein für seine nun langjährige Pflege des Inselgrüns im Friesener Kreisel meine Anerkennung aussprechen. Die Pflege der Lankreiskreisel, ob in Gundelsdorf, in Steinbach am Wald oder in Teuschnitz, hat unausgesprochen einen hohen Stellenwert.
Bei einem Teil der grünen Inseln wird sogar, wie in Steinbach am Wald, mit einer beleuchteten Glasskulptur auf die regionale Industrie Bezug genommen. So etwas würde ich mir auch für den Friesener Kreisel wünschen. Und so schwer lässt sich ein solcher Bezug gar nicht ableiten! Liest man in der Friesener Ortschronik die Ausführungen der Verfasser Johann Böhnlein und Maria Kramarz, kommt man unweigerlich zu einer einfachen, pflegeleichten und preiswerten Lösung.
Bei der Namensdeutung von "Friesen" beziehen sich die Autoren auf die Aussagen von Professor Dr. Ernst Schwarz, der den Ortsnamen vom slawischen Wort "Brezno" ableitet. Das slawische b ist, nach seiner Meinung, durch das deutsche v und später durch das f ersetzt worden. Als die Franken das Gebiet besiedelten und sich die oberfränkische Mundart herausbildete, wurde auch das slawische Wort in seinem Lautbestand übernommen und im heutigen Ortsnamen "Friesen" wiedergegeben. Wie könnte nun auf der grünen Kreiselinsel ein Bezug zu Friesen hergestellt werden? Das slawische Wort "Brezno" bedeutet Birkenwald.

Hans Götz
Friesen