Kronach — Für eine knappe Woche erkundete eine Gruppe von 40 Naturinteressierten mit der Bund-Naturschutz-Kreisgruppe Kronach das Biosphärengebiet Schorfheide-Chorin nordöstlich von Berlin.
In der eiszeitlich geprägten Heide- und Teichlandschaft mit großen, teilweise alten Kiefern- und Buchenwäldern waren die Teilnehmer meist per Fahrrad unterwegs, um Natur, Kultur, Land und Leute zu entdecken. Ausgangspunkt war Joachimsthal mit seinem schönen Kaiserbahnhof. Das erste besondere Erlebnis war eine Fahrt mit Draisinen von Fürstenwalde nach Lychen und zurück. Anschließend besichtigte man das kleine Städtchen Templin mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer aus Feldstein.
Am nächsten Tag stand eine große Radtour entlang des Werbellin-Sees und in die Schorfheide durch herbstlich bunte Laubwälder auf dem Programm. Durch kleine Kolonistendörfchen ging die Fahrt durch herrliche Natur zurück nach Joachimsthal. Dort konnten die Teilnehmer am Abend in einem Film die Einflüsse wechselnder politischer Machthaber auf das Gebiet und seine Bewohner nacherleben.
Da man ja vor den Toren der Bundeshauptstadt weilte, bot sich ein Ausflug dorthin per Bahn an. Der Abend bot wieder ein besonderes Erlebnis: Die Gruppe konnte Speisen, Getränke und Saal-Dekorationen wie zu original DDR-Zeiten genießen. Wiederum per Rad ging es am nächsten Tag zum Eiszeit-Geopark Groß-Ziethen. Danach radelten die Herbstfahrer in den Grumsiner Buchenwald entlang der Kernzone des Biosphärenreservates.
Der letzte Tag beinhaltete gleich mehrere interessante Stationen. Auf dem Demeter-Hof im Ökodorf Brodowin führte eine Mitarbeiterin kompetent und unterhaltsam in die Arbeit vor Ort ein. Gestärkt setzte man sich wieder auf die Drahtesel und über die unvermeidlichen Holperwege ging es weiter zur eindrucksvollen Ruine des ehemaligen Zisterzienserklosters Chorin. Von dort ging es weiter zum Schiffshebewerk Niederfinow am Oder-Havelkanal. Die Rückfahrt war zugleich der Abschluss einer von Sonne verwöhnten Herbstexkursion für die Kronacher Naturschützer, die wieder einen neuen landschaftlich, geschichtlich und kulinarisch sehr interessanten Teil Deutschlands kennen lernten. red