Zum Artikel "Schramms Kulmbacher Grundstücksgeschäfte: Was wir wissen - und was nicht" (BR vom 7. Februar) wird uns geschrieben: Ich habe die Medienberichte über ihn in der letzten Zeit verfolgt und bin doch etwas überrascht. Wenn man auf seine bisherige Amtszeit zurückblickt, dann muss man feststellen, dass er sehr viel Gutes für seine Wähler, aber auch alle anderen Bürger getan hat.

Die Wirtschaft wächst, der lokale Wissensstandort wird gestärkt und man beachte die vielen Großprojekte, die er persönlich umgesetzt hat. Wer mag ihm hier vorwerfen, dass er ab und zu mal aus der Haut fährt, wenn politische Gegner und sensationshaschende Medien ihm stets nur die Probleme und die Fehler seiner Arbeit vor Augen halten oder klare Mehrausgaben immer nur gegen ihn auslegen?

Man kann ihm auch den einen oder anderen wahrheitskorrigierenden Ausrutscher verzeihen, wenn man bedenkt, dass er zu jedem Zeitpunkt darauf bedacht war, sein politisches Erbe zu schützen. Ist es nicht menschlich, so zu handeln? Genauso menschlich ist es im Übrigen, nicht nur an sich, sondern auch an seine Familie zu denken.

Jeder, der ihn kennt, der weiß, dass es ihm nie ums Geld ging, sondern darum, anderen zu helfen. Ihm jetzt vorzuwerfen, dass er seine politische Stellung dazu verwendet habe, sich und seinen Engsten einen Vorteil zu verschaffen, ist mehr als kleinlich.

Genauso wenig sollte man seinen Parteifreunden vorwerfen, dass sie sich hinter ihn stellen und ihm geschlossen den Rücken decken. Jeder Mensch sollte das Recht und die Freiheit haben, für sich und seine Liebsten einzutreten, sie zu beschützen und zu fördern.

Gerade jetzt vor der Wahl sollte man doch eher die positiven Dinge hervorheben, als sich in vergangenem Kleinklein zu verlieren. Ich vermute, dass er natürlich wiedergewählt wird und in einer weiteren Amtszeit viel Großartiges tun wird. Eine rein politisch motivierte Hexenjagd hält Donald J. Trump nicht auf, sondern sie stärkt ihn.

David Langenberger

Augsburg