Was bedeuten Geisterspiele eigentlich für die direkt Betroffenen, also für die Spieler, die sich auf eine große Zuschauerzahl freuen. Wir haben bei Florian Billek, dem Torschützenkönig und Publikumsliebling des HSC 2000 Coburg nachgefragt:

"In unserer Sportart führen die Geisterspiele nicht dazu, dass Vereine überleben können. Hinzu kommt, dass wir letzte Saison, also in unserer Aufstiegsserie, keinen Zähler vor eigenem Publikum abgegeben haben. Das war einer der Hauptgründe, warum wir vor dem Abbruch fünf Punkte Vorsprung hatten.

Zwischen vorstellen und mögen liegt natürlich ein Unterschied. Wir sollten uns darauf vorbereiten, dass es so kommen kann. Ich werde nie ein Freund davon sein, eine Dauerlösung ist es erst recht nicht. Gerade für uns als Aufsteiger sind die Fans ein unheimlicher Push-Faktor. Für die Teams, die nicht über die individuelle Stärke verfügen, sind Geisterspiele noch einmal ein Nachteil gegenüber den Großen. Und wenn man den Erstliga-Aufstieg erreicht, dann freut man sich natürlich auch darauf in Magdeburg, Flensburg, Kiel vor einem vollen Haus zu spielen. Das macht es doch dann erst wirklich aus." ct