Bei einer Preisverleihung in München wurden 17 Schülerzeitungen mit dem Preis Die Raute von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgezeichnet. Eine der Siegerschulen war die Staatliche Realschule Bad Kissingen. Sie erhielt den Preis in der Kategorie Informationsvielfalt. Ausgezeichnet wurde das Titelthema der "Bildungslücke". Es hieß: "Was Dich bewegt". "Hier wurde auf sehr verschiedene Arten thematisch umgesetzt, zum Beispiel Artikel über Schule in Zeiten von Corona, einem zweiten "ersten Schultag", oder einer Vegan-Challenge. Layout und Titelbild unterstützen in seiner Gestaltung den Inhalt hervorragend. Insgesamt ein sehr abwechslungsreiches und durchdachtes Magazin", urteilte die Jury.

Stiftungsvorsitzender Markus Ferber, MdEP, nennt den jährlichen Preis für Schüler ein "Herzensprojekt" der Stiftung. Als Festrednerin sieht Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach, MdL, hier "die publizistischen Talente von morgen reifen", welche anerkannt mit einem Preis nach Hause fahren dürfen. Eine Fachjury hatte unter rund 80 Einsendungen aus ganz Deutschland nach ihren Kriterien die besten Schülerzeitungen ausgewählt, die je 300 Euro erhielten - insgesamt ein Preisgeld von 5100 Euro.

Corona wirft den Alltag durcheinander und bestimmte so auch den Schulalltag. Die Schülerredaktionen mussten sich ebenso darauf einstellen wie die Veranstalter. Die für 2020 geplante Preisverleihung verschob sich auf 2021 in den Rahmen einer hybriden Preisverleihung im Konferenzzentrum München. Nur ein Teil der Gewinnerteams konnte vor Ort sein, während andere an ihren Schulen via Web die Verleihung verfolgten.

"Trotz Lockdown, trotz Homeschooling, trotz aller Einschränkungen haben die Gewinner gezeigt, dass es möglich ist, tolle Zeitungen zu erstellen", lobte Ferber, der in seiner Schulzeit selber aktiv in der Schülerzeitung war. Im Journalismus sei es wichtig auch, "Biss zu zeigen sowie Ausdauer und Durchhaltevermögen zu beweisen. Die Gewinner belegen, dass sie Kreativität besitzen, Teamwork leben und Leidenschaft fürs Schreiben haben."

Bayern Digitalministerin Judith Gerlach sagte: "Tolle Texte, absolut sehenswerte grafische und inzwischen auch immer mehr digitale Aufmachungen. Besonders wichtig finde ich, dass die Schülerinnen und Schüler Themen ansprechen, die ihren Mitschülern auf den Nägeln brennen. Sei es zu Luftfilteranlagen in Klassenzimmern oder der Situation beim Jugendsport. Sie sagen mutig, was Sache ist. Das ist eine zentrale Aufgabe von Journalismus in unserer Demokratie." Die Raute wird auch für das Schuljahr 2021/2022 ausgeschrieben. red