Die Ausstellung "Blickwinkel - die Fränkische Schweiz vor der Fotografie" geht in die Verlängerung. Bis zum 16. November sind die über 100 Grafiken, Kupferstiche, Lithographien und Eisenradierungen noch im Saal des Fränkische-Schweiz-Museums Tüchersfeld zu besichtigen.

Glanzstücke der Sammlung sind ein Merian von Forchheim aus dem 17. Jahrhundert, Dürers "Große Kanone" im Original sowie eine zeitgenössische Kopie von Hieronymus Hopfer um 1520. Das Werk hat in den letzten Monaten von sich reden gemacht, da es nicht - wie seit Jahrzehnten vermutet - Kirchehrenbach und das Walberla, sondern den Blick auf Eschenau zeigt.

Frühform der Tourismuswerbung

Besonders im 19. Jahrhundert waren die grafischen Werke die Frühform der Tourismuswerbung für die Region und ermöglichten einen spannenden Blick auf Burgen, Natur und Ortschaften aus der Perspektive der Menschen im 17. bis 19. Jahrhundert.

Forscher profitierten von den Bilddokumenten, dienten die Radierungen von Höhlen doch zur Dokumentation wissenschaftlicher Abhandlungen. Diese lockten zahlreiche Fachleute aus dem In- und Ausland in die Fränkische Schweiz und verhalfen der Landschaft zu ihrer heutigen Berühmtheit.

Das Fränkische-Schweiz-Museum hat täglich von Montag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Besuch des Museums ist ohne Anmeldung möglich. Es besteht eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in den Gebäuden, die Abstandsregeln sind zu beachten. Weitere Informationen über das Museum sind zu finden auf www.fsmt.de. red